Der Hückeswagener Peter Sehnke trainiert für den Ironman auf Hawaii

Trainieren für den Ironman : Von Triathlon zu Triathlon

Peter Sehnke trainiert für den weltbekannten Ironman auf Hawaii. Im aktuellen Update spricht er über krampfende Waden und freundliche Holländer.

Seit dem Frühjahr weiß Peter Sehnke, dass er im Oktober zum Ironman nach Hawaii fahren wird. Parallel zum Training versorgt Sehnke die Redaktion immer wieder mit Updates, (wir berichteten). Während der letzten Wochen standen für den 50-Jährigen der Ironman in Maastricht und der Triathlon in Hückeswagen auf dem Trainingsplan.

Auch im Urlaub auf Kreta arbeitet Peter Sehnke an seiner Schwimmleistung. Foto: Peter Sehnke

„Der Ironman Maastricht sollte ein Test für Hawaii werden“, sagt Sehnke. Geworden sei es eher eine schlechte Generalprobe. „Die Vorzeichen waren schon nicht gut“, gesteht Sehnke. Kurz zuvor habe ihn eine Zecke erwischt, die er aber früh genug entdeckt habe, und dadurch, dass es lange sehr warm war, wurde ohne Neoprenanzug geschwommen. Für Sehnke, der sich schon zuvor als „schlechten Schwimmer“ bezeichnete, ist das eine zusätzliche Hürde. Andererseits wird er auf Hawaii auch ohne den zusätzlichen Auftrieb des Anzuges klarkommen müssen. „Beim Schwimmen habe ich meine obligatorischen Krämpfe bekommen“, berichtet er. Entsprechend schwer sei ihm das Radfahren gefallen. „Die Radstrecke in Maastricht ist schon speziell, die sind schmerzfrei“, sagt Sehnke. Die Strecke erinnere eher an einen Wald- und Wiesentriathlon. „Da sehne ich mich doch nach der Radstrecke von Hückeswagen“, gesteht er. Beim Marathon musste er dann zwischenzeitlich das Laufen ganz einstellen, da seine Achillessehne ihm wieder zu schaffen machte. Bereits im Dunkeln und nach 14 Stunden und 45 Minuten kam er hochemotional und angefeuert von seiner Familie im Ziel an. „Die Holländer sind total sympathisch, die gehen total mit“, schwärmt er begeistert.

Auf den Start in Hückeswagen blickt Peter Sehnke sehr skeptisch. „Das erscheint heute unrealistisch und wäre wohl nur ein Start im Schwimmen und Radfahren“, sagt er. Wichtig sei es jetzt, für Hawaii ausgeruht und fit im Kopf zu sein. Dafür soll der Urlaub auf Kreta sorgen, der geplant ist.

Am Wochenende vor dem Abflug kommt alles anders: „Habe doch noch den Heimtriathlon mitgemacht“, schreibt Sehnke per E-Mail. Er sei rechtzeitig am Freitag fit genug gewesen. Es war recht frisch und windig, Neopren war wieder erlaubt. Mit seiner Schwimmleistung war Sehnke zwar nicht zufrieden, „aber ganz wichtig, ich habe das Schwimmen ohne Krämpfe überlebt“, sagt er. So konnte er ohne schwere Beine aufs Rad steigen und die Strecke komplett durchlaufen. Jetzt kann der Urlaub kommen.

Christian Albustin

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