Stadt will „Verlässliche“ nur in den ersten beiden Grundschulklassen anbieten

Schulausschuss : Stadt will „Verlässliche“ nur in den ersten beiden Grundschulklassen anbieten

Am Dienstag, 2. April, 17 Uhr, treffen sich die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport zu einer Sondersitzung im Heimatmuseum.

Das Thema „Verlässliche Grundschule“ scheint nun doch noch nicht so ganz vom Tisch. Am Dienstag, 2. April, 17 Uhr, treffen sich die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport zu einer Sondersitzung im Heimatmuseum. Beraten wurde das Thema bereits im Schulausschuss am 29. Januar und im Rat am 25. Februar – bislang ohne Ergebnis.

Die FaB hat zu dem Thema bereits zwei Anträge vorgelegt, die die „Verlässliche“ (Betreuung bis 13.15 Uhr) auch für das dritte Schuljahr über das Schuljahr 2018/2019 hinaus auf Dauer sicherstellt (Januar 2019); außerdem im März die Forderung, dass die Stadt an beiden Grundschulen (Löwengrundschule und GGS Wiehagen) Räume für das dritte Schuljahr für die Betreuung bis 13.15 Uhr zur Verfügung stellen soll.

Der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung folgt diesen Forderungen nicht, sondern umfasst lediglich an beiden Grundschulen die Betreuung von Mädchen und Jungen in der „Verlässlichen Grundschule“ bis 13.15 Uhr für die Klassen eins und zwei. Außerdem soll der Schulausschuss beschließen, dass die Schloss-Stadt aufgrund der gegebenen und von allen Vertragspartnern Rahmenbedingungen über die Bereitstellung vorhandener Raumkapazitäten hinaus keine weiteren freiwilligen Leistungen erbringt.

„Wie von der Verwaltung bereits zur Ratssitzung dargestellt, ist es an beiden Schulen nicht möglich, einen zusätzlichen Raum zur Verfügung zu stellen“, heißt es in der Vorlage der Stadt für den Ausschuss. Eine Anmietung von Containern als Ergäjntungsräume ware mit hohen Kosten, komplexen Voarbeiten sowie laufendem finanziellen und organisatorischen Aufwand für die Verwaltung, die Schulen und den Internationalen Bund als Träger der „Verlässlichen“ in Hückeswagen verbunden.

Die Stadtverwaltung beziffert die monatlichen Mietkosten pro Container auf etwa 500 Euro (also insgesamt 6000 Euro pro Jahr plus Betriebskosten) und verweist außerdem darauf, dass auf den Grundstücken die jeweiligen Voraussetzungen geschaffen werden müssten. „Das heißt, es müsste ein geeigneter Platz vorhanden sein. Es werden Anschlüsse für zumindest Strom und Heizung benötigt, außerdem Fundamente und vor allem vorab einzuholende Baugenehmigungen“, listet die Stadt auf. Dieser Aufwand erscheine für eine Betreuungszeit von maximal zwei bis drei Stunden am Tag unverhältnismäßig.

Von dem eingeschränkten Angebot wären ab dem neuen Schuljahr ab August 2019 insgesamt 13 Kinder in der Grundschule Wiehagen und 14 Kinder im dritten Schuljahr an der Löwengrundschule betroffen. Derzeit werden an der Löwengrundschule zwei Gruppen und an der Grundschule Wiehagen eine Gruppe in der „Verlässlichen“ angeboten, für die die Stadt Räume zur Verfügung stellt.

Die Schloss-Stadt finanziert das Angebot über den Zuschuss des Landes für sonstige Betreuungsformen im Grundschulbereich mit 12.500 Euro, die an den Träger, den Internationalen Bund, weitergeleitet werden.

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