Hückeswagen: Stadt setzt weiter auf Elektromobilität

Hückeswagen: Stadt setzt weiter auf Elektromobilität

Die Stadtverwaltung, bei der seit sieben Jahren Elektroautos im Einsatz sind, hält die Elektromobilität weiter im Auge. Für die Zukunft sind weitere Ladesäulen geplant. Allerdings gibt es noch keine konkreten Standorte.

Bei der Umgestaltung des Etapler Platzes im Zentrum hatten Stadtverwaltung und Politik auch die Energiezukunft und die Förderung der elektrischen Mobilität im Blick gehabt. Daher wurden dort zwei Parkplätze speziell für Elektrofahrzeuge eingerichtet, die dank zweier Anschlüsse an der Ladesäule während des Parkens aufgeladen werden können. Ebenso wurden neben dem Eingang des Rewe-Markts Ladesäulen für E-Bikes installiert. Dazu teilte Torsten Kemper von der Stadtverwaltung gestern mit: "Die Nutzungszahlen dieser Fahrräder sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, und gerade durch die Nähe zum Radweg an der Wupper wird mit den Ladesäulen ein Zusatzangebot geschaffen, das für Besucher und Einheimische gleichermaßen attraktiv ist."

Harry Petrikat mit einem elektrischen Dienstwagen der Stadt, die seit 2011 auf Elektroautos setzt. Foto: Kemper/Stadt

Bürgermeister Dietmar Persian betonte: "Die Nutzung der fossilen Energien ist begrenzt." Die Industrie biete bereits viele alltagstaugliche Lösungen für elektrische Mobilität an, und die Umgestaltung des Etapler Platzes sei für die Stadt die Gelegenheit gewesen, in Hückeswagen an zentraler Stelle Ladesäulen anzubieten. "Damit machen wir Hückeswagen fit für die Zukunft", betonte Persian. Wenn auch derzeit die Nutzerzahlen für elektrische Fahrzeuge noch vergleichsweise gering seien, so stiegen sie doch stetig. "Wir haben bei der Schloss-Stadt schon seit 2011 elektrische Dienstwagen im Einsatz, die sich als voll alltagstauglich erwiesen haben", versicherte der Bürgermeister, der privat auch ein Elektroauto fährt.

Für die Zukunft ist die weitere Einrichtung von Elektrotankstellen und entsprechenden Parkplätzen geplant, kündigte Persian an. Aktuell ist die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) in den letzten Vorbereitungen für die Einrichtung einer weiteren Ladesäule im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg (West 2). Dazu sagte Persian: "Die Kooperation mit der BEW als unseren ,Stadtwerken' bei der Elektromobilität hat sich bewährt." Neben den neuen Ladesäulen auf dem Etapler Platz seien auch die bereits länger stehenden Säulen, wie zum Beispiel auf dem Schlossplatz oder dem Parkplatz am Bürgerbüro, durch die BEW errichtet worden und würden auch von ihr betrieben und unterhalten.

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Der Energieversorger mit Sitz in Wipperfürth beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit der Elektromobilität und stellt im Bergischen Land inzwischen insgesamt 28 Ladepunkte zur Verfügung. Nutzer der Ladesäulen können entweder direkt elektronisch per Smartphone bezahlen oder müssen einen Autostromvertrag mit der BEW oder einem anderen Anbieter des Ladesäulenverbunds abgeschlossen haben. Der Ladestrom wird dann nach Verbrauch abgerechnet.

"Elektromobilität ist ein wichtiges Zukunftsthema für unsere Region, das wir als BEW aktiv begleiten und voranbringen möchten", betonte BEW-Geschäftsführer Jens Langner. "Daher freue ich mich, dass Hückeswagen unsere Initiativen zur E-Mobilität - egal ob mit vier oder zwei Rädern - durch die Einrichtung neuer Ladesäulen unterstützt."

(büba)