Hückeswagen: Stadt investiert 1,2 Millionen in marode Friedhofswege

Hückeswagen: Stadt investiert 1,2 Millionen in marode Friedhofswege

Die Wege auf dem städtischen Friedhof Am Kamp sind schon lange in einem sehr schlechten Zustand. Das soll sich in den kommenden Jahren ändern.

Das Planungsbüro Grüner Winkel hat im Auftrag der Stadt ein Sanierungskonzept für das Wegenetz entwickelt, das der Diplom-Bauingenieur Hans-Joachim Marx jetzt im Bauausschuss vorstellte. Noch in diesem Jahr soll mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden.

Die meisten Wege auf dem Friedhof sind asphaltiert und überwiegend nur noch eingeschränkt begehbar. Ein Grund dafür ist, dass irgendwann die Holzsärge zusammenfallen und in der Folge das Erdreich auf den Gräbern absackt. Das wirkt sich auch auf die angrenzenden Wege aus, der Asphalt bekommt auf abgesacktem Untergrund Risse. Stolperfallen gibt es aber auch auf den gepflasterten und den geschotterten Wegen, unter anderem weil Baumwurzeln in die Wege hinein gewachsen sind. Welche Bäume deswegen gefällt werden müssen, werde von Fall zu Fall zu entscheiden sein, sagte Marx im Ausschuss auf Anfrage von Egbert Sabelek (Grüne).

  • Hückeswagen : Sanierung der Friedhofswege im Bauausschuss

Sicher ist, dass es mit Flickschusterei und Ausbesserungsarbeiten an einzelnen Wegeflächen nicht mehr getan ist, notwendig ist eine systematische und durchgängige Sanierung der Friedhofswege. Sie soll in mehreren Bauabschnitten nacheinander angegangen werden. Das wird teuer: Die Stadt geht von Gesamtkosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro in den nächsten Jahren aus.

Nur einen kleinen Teil dieser Summe wird die Stadt selbst übernehmen, weil der Friedhof auch als eine städtische Grün- und Erholungsfläche gesehen wird. Der große Rest fließt in die ohnehin schon vergleichsweise hohen Friedhofsgebühren ein, die bei jeder Beerdigung auf dem Kamp anfallen. Heißt: Die Friedhofsgebühren werden in den kommenden Jahren in Hückeswagen weiter steigen.

(bn)