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Stadt Hückeswagen ist mit Kreis im Gespräch über Badekonzept für Bever

Hückeswagen in Zeiten der Corona-Krise : Badekonzept für die Bever

Auch das Badevergnügen an der Bever- oder anderen Talsperren in der Region ist momentan wegen Corona nicht so einfach. Überlegt wird nun, wie ein ungefährliches Sonnen und Baden ermöglicht werden kann.

Schlechte Zeiten für alle, die sich gerne im Wasser tummeln: In der Bever ist es noch zu kalt zum Schwimmen, und das seit Mitte März geschlossene Freizeitbad im Brunsbachtal soll zwar am Pfingstsamstag, 30. Mai, wieder öffnen (die BM berichtete). Hineingelassen werden aber zumindest bis Mitte Juni erst einmal nur die Frühschwimmer und Saunagäste. „In unseren Sporthallen wird perspektivisch nach Pfingsten wieder Sportbetrieb stattfinden, zu Einzelheiten sind wir in intensiven Gesprächen mit dem Stadtsportverband“, bestätigte Bürgermeister Dietmar Persian jetzt im Haupt- und Finanzausschuss.

Wie darüber hinaus an der Bever für den von Meteorologen angekündigten heißen und trockenen Sommer ein auch unter Pandemie-Gesichtspunkten sicherer Badebetrieb gewährleistet werden soll, ist laut Bürgermeister ebenfalls noch offen. Die Stadt sei da im Dialog mit dem Oberbergischen Kreis. Für die kommende Woche sei außerdem ein Gespräch mit Vertretern der Anlieger-Gemeinden aller Talsperren im Oberbergischen, Mitarbeitern der Kreisverwaltung und Sprechern der Talsperren-Betreiber – im Fall der Bever ist das der Wupperverband – geplant. Gemeinsam soll ein Konzept erarbeitet werden, damit es ausgerechnet im Sommerhalbjahr und in den Ferien nicht auch dort heißt: „Still ruht der See“.

Die Zeit für ein Konzept drängt: Üblicherweise beginnt die Saison an der Bever schon zu Pfingsten mit ersten Regatten der Segler. Mit großem Andrang und entsprechendem Regelungsbedarf dürfte bei gutem Wetter jedenfalls zu rechnen sein, wenn viel mehr Familien als sonst in den Sommerferien zu Hause bleiben müssen. Auch für Besucher aus der Region und den angrenzenden Ballungsräumen dürften die bergischen Talsperren dann zu einer attraktiven Freizeit-Alternative werden. Massenandrang in Pandemie-Zeiten ist ein Problem, das mit den vorhandenen und bislang auch weitestgehend funktionierenden Ordnungspartnerschaften allein nur schwer zu lösen sein wird.