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Sonne und Schwitzen in der Schloss-Stadt

Hochsommer in Hückeswagen : Sonne und Schwitzen in der Schloss-Stadt

Der Sommer ist jetzt endgültig auch im Oberbergischen angekommen. Temperaturen um die 30 Grad sorgen für gute Stimmung, Eis-Feeling und erfrischendes Baden in der Bever-Talsperre.

Wenn der Blick aufs Thermometer schon um 6 Uhr am Donnerstagmorgen 20 Grad zeigt, wird direkt klar, dass der Tag möglicherweise in Sachen Hitze neue Standards in diesem Jahr setzen könnte. Und beim Einatmen der warmen Luft am frühen Morgen kann man sich durchaus Gedanken machen, wie man den Tag am besten übersteht – wenn man etwa arbeiten gehen muss und nicht am Beverstrand oder im gemütlichen Garten liegen kann. Und der Schlager aus dem alten Filmmusical „Im Weißen Rössl“ kommt einem in den Sinn: „Wenn das Barometer wieder Sommer macht, und wenn der Urlaub lacht, dann bin ich froh!“

Nur wenige Stunden später strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel: Die 30-Grad-Marke wird am Donnerstag auf jeden Fall geknackt werden. Wie aber gehen die Hückeswagener mit der Hitze um? Die BM-Redaktion hat sich umgesehen, mitgeschwitzt und auch ein Eis gegessen.

 Apotheker Monzer Alagi, Inhaber der Oberbergischen Apotheke, gibt Tipps für gesundes Verhalten an heißen Tagen.
Apotheker Monzer Alagi, Inhaber der Oberbergischen Apotheke, gibt Tipps für gesundes Verhalten an heißen Tagen. Foto: Wolfgang Weitzdörfer

Die Eiscafés haben natürlich Hochkonjunktur – entsprechend viel ist schon am frühen Vormittag auf dem Etapler Platz im Eiscafé Friuli los. Jacqueline Roggen ist mit ihrem Sohn und ihrer Freundin Nadine Chiattone aus Wipperfürth nach Hückeswagen gekommen. „Mein Sohn war beim Kinderarzt und hat jetzt zur Belohnung ein Eis bekommen“, sagt Jacqueline Roggen. Die beiden Freundinnen seien öfter in der Schloss-Stadt. „In Wipperfürth kann man ja zur Zeit so schlecht parken“, sagt Nadine Chiattone. Eigentlich würden die beiden auch noch an die Bever wollen – „ich mache dort öfter Stand-up-Paddling“, sagt Jacqueline Roggen, heute gehe das trotz des schönen Wetters jedoch nicht. „Wir müssen gleich noch meine Kinder vom Kindergarten abholen“, sagt Nadine Chiattone. Vielleicht ja am Nachmittag.

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Am Nachbartisch sitzt eine Gruppe Damen, die sich ihren Eiscafé schmecken lassen. „Wir sind schon seit vielen Jahren gute Freundinnen und treffen uns jeden Donnerstag – wenn nicht gerade Pandemie ist“, sagt Birgit Samel-Maier. Es sei nun das zweite Treffen seit vielen Monaten. „Dass das wieder möglich ist, darüber sind wir sehr dankbar“, sagt sie. Kennengelernt hätten sich die Frauen über die Mitgliedschaft beim Tennis-Club Blau-Rot. „Wir machen viele gemeinsame Aktivitäten, gleich geht es noch an die Bever. Wir fahren zur Zornigen Ameise und werden dort auch baden“, sagt Birgit Samel-Maier. Gisela Knautz ergänzt lachend: „Wenn es regnet, dann spielen wir Karten!“

Nach Regen sieht es allerdings im Moment nicht aus. An der Zornigen Ameise wiederum stehen die Autos schon bis oben zur Weide – der Parkplatz ist voll, Neuankömmlinge müssen wieder drehen und sich anderswo einen Parkplatz suchen. Die fünf Damen vom Tennisclub sind am frühen Nachmittag zwar noch nicht zu sehen, allerdings schon viele andere Sonnenanbeter. Darunter auch Sandy und Mareen aus Wipperfürth. Die beiden jungen Frauen kommen immer wieder nach der Schule zur Bever-Talsperre. „Heute ist es so warm, dass der Sprung ins Wasser auf jeden Fall sein muss – endlich ist es ja wieder so warm“, sagt Sandy. Und dann stehen die beiden auf und gehen zum Ufer. 17,3 Grad warm ist das Wasser aktuell – bei 30 Grad Außentemperatur ist das eine prima Abkühlung.

Die sommerliche Hitze ist aber nicht nur schön und angenehm – wenn man nicht aufpasst, kann der lange Aufenthalt in der Sonne gefährlich werden. Daher rät Monzer Alagi, Inhaber der Oberbergischen Apotheker an der Peterstraße: „Das A und O ist Wasser trinken!“ Denn über das Schwitzen würde der Körper sehr viel Wasser verlieren – und, was vielleicht auch nicht jeder weiß, die Haut werde dann auch von innen trocken, der Körper dehydriere. „Ansonsten sollte man vor jedem längeren Aufenthalt in der Sonne die Haut mit Pflege- und Schutzprodukten eincremen“, sagt der Apotheker. Mindestens mit Lichtschutzfaktor 30 bei dunkleren Hauttypen, Lichtschutzfaktor 50 für helle Hauttypen. „Alle drei Stunden sollte man nachcremen“, sagt Alagi. Es gebe mittlerweile sogar Produkte, über die man Make-up auflegen könne.