"Sommernacht der Klassik" mit Tristan Angenendt im Hückeswagener Kultur-Haus Zach

Kultur-Haus Zach in Hückeswagen : „Sommernacht der Klassik“ mit Tristan Angenendt

Einer der besten Gitarristen Deutschlands und Europas besucht am kommenden Samstag Hückeswagen und gibt ein Konzert im Kultur-Haus Zach.

Ob barockes Meisterwerk, klassische Virtuosität, romantische Klangschönheit oder südamerikanische Rhythmik – kaum einem Instrument gelingt es, verschiedene Epochen, Kulturen und Genres so zu verbinden wie der Gitarre. Im Rahmen der „Sommernacht der Klassik“ präsentiert der Gitarrist Tristan Angenendt am kommenden Samstag im Kultur-Haus Zach das Konzert „Guitarra suena – Gitarrenmusik aus alter und neuer Welt“. Zu hören sein werden ausgewählte Meisterwerke und eine klangliche Reise von Europa nach Südamerika. Mit diesem Konzertprogramm feiert der Musiker gleichzeitig seine 20-jährige Bühnenpräsenz.

Tristan Angenendt, Jahrgang 1985, galt schon früh als eines der größten Gitarrentalente Deutschlands. Seinen ersten Gitarrenunterricht erhielt er 1992, bereits im Alter von 14 Jahren wurde er als Jungstudent in die renommierte Klasse von Prof. Hubert Käppel an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz aufgenommen; sein Studium beendete er mit Auszeichnung. Weitere Studien führten ihn zu Aniello Desiderio an die International Guitar Academy in Koblenz. „Zahlreiche Meisterkurse bei international anerkannten Solisten, Professoren und Komponisten – darunter Manuel Barrueco, David Russell und Pepe Romero – runden seine künstlerische Ausbildung ab“, teilt Stefan Noppenberger vom Trägerverein des Kultur-Hauses mit.

Bei nationalen und internationalen Gitarrenwettbewerben gewann Angenendt mehr als 30 Preise und gilt damit als erfolgreichster deutscher Gitarrist seiner Generation. Seinen ersten Soloabend gab er als 13-Jähriger in Lemgo, bereits ein Jahr zuvor debütierte er als Solist mit Orchester. Seitdem führt ihn seine Konzerttätigkeit regelmäßig zu Festivals und Konzertreihen in Europa und nach Südamerika. Dabei bescheinigen ihm Publikum und Presse gleichermaßen „technische Brillanz“, „außergewöhnliche Klangvielfalt“ sowie „große Ausdruckskraft, Spieltechnik und Können“. Zusätzlich tritt er auch immer wieder in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen mit Künstlern wie Martina Gruber, Takeo Sato oder Hubert Käppel auf.

Nun wird dieser Ausnahme-Gitarrist in Hückeswagen bei der „Sommernacht der Klassik“ zu hören sein. Stellvertretend für die Verbindung der Musik der beiden Kontinente – der alten und der neuen Welt – steht das Werk des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos (1887 bis 1959). Seine „Cinq Préludes“ gehören heute ebenso zu den absoluten Klassikern der modernen Gitarrenliteratur wie Agustín Barrios (1885 bis 1944) legendäres „La Catedral“. Mit der berühmten „Ciaccona“ aus der 2. Violin-Partita steht eines von Johann Sebastian Bachs schönsten Instrumentalwerken ebenfalls auf dem Programm. Neben einer modernen, spanischen Adaption dieser musikalischen Form aus der Feder von Joaquin Turina (1882 bis 1949) wird auch die bekannte „Libra Sonatine“ des französischen Gitarristen und Komponisten Roland Dyens (1955 bis 2016) zu hören sein.

Karten zum Preis von zwölf Euro gibt’s im Vorverkauf in der Bergischen Buchhandlung, bei Schreib- und Bastelbedarf Cannoletta sowie unter www.kultur-haus-zach.de. An der Abendkasse kosten sie 14 Euro.

Sa. 20. Juli, 20 Uhr, Kultur-Haus Zach, Islandstraße 5-7.

(büba)
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