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Hückeswagen: "Sinnfonia" schließt Trilogie mit umjubeltem Konzert ab

Hückeswagen : "Sinnfonia" schließt Trilogie mit umjubeltem Konzert ab

Drei Jahre, drei Konzerte, eine Trilogie: Das Vokal-Ensemble "Sinnfonia" brachte seinen Sinne-Zyklus in der ehemaligen Krankenhauskapelle vor knapp 70 Zuschauern mit dem Konzert "erSINNend" zum Abschluss.

2016 hatten Ruth Balling, Olav Borgmeier, Reiner Krause, Jürgen Merz und Geschichtenerzähler Klaus Heider mit "überSINNlich" begonnen, 2017 folgte "mitSINNend".

27 Lieder und Texte rund um die Gotteserfahrung mit den eigenen Sinnen brachte das Quintett in zwei Stunden zu Gehör. Thematisch war es die logische Folgerung aus den ersten beiden Teilen, sagte Merz. "Wir haben bereits versucht, die Welt und die Menschen mit allen Sinnen tief und tiefer zu betrachten. Heute versuchen wir, Gott mit unseren Sinnen zu erfassen, soweit das dem Menschen möglich ist."

Sehr gut möglich war es dem Quartett, mit glockenklarem Gesang und reinen Harmonien ein Gotteslob der besonderen Art für die Zuhörer mit dem Gehör und mit der Seele erfahr- und spürbar zu machen. Denn ob es Lieder wie das melancholische "Blinde bleiben blind" waren, das ursprünglich finnische Lied "Halt mich fest" oder das leicht bluesige "Blind Man" - sie alle sorgten für Gänsehaut im Publikum. Das übrigens mitsingen durfte - und das auch ausgiebig und mit kräftigen Stimmen machte. Etwa beim unbekannten Taizé-Lied "Was kein Auge gesehen" oder besonders schön bei "Schenke mir Gott". Begleitet wurde der Gesang von Merz am E-Piano sowie von Krause an der Tin Whistle, Balling an der Querflöte und Borgmeier an der Trompete. Das klang wundervoll bei "Eines Tages kam einer", bei dem auch der Harmoniegesang auf besonders vielschichtige Art zur Geltung kam.

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"Sinnfonia" - das sind immer auch Geschichten. Kurze Texte - etwa "Wo ist Gott?" oder "Frohlocken". Die längere Themengeschichte präsentierte Heider und war zunächst mehr eine meditative Fragerunde zum Thema "Was hat das mit Gott zu tun?" Heider sprach frei, erzählte mehrere kurze Geschichten und schaffte es spielend, die Aufmerksamkeit der Zuschauer für sich zu gewinnen. Nur die leicht verhallte Akustik machte es schwierig, alles genau zu verstehen.

Nach dem letzten Lied "Du schenkst uns die Freude" gab es völlig verdient kräftigen Abschlussapplaus und eine Zugabe. Die Vorfreude auf das erste Mitsingkonzert der Gruppe in naher Zukunft wächst.

(wow)