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Seit 100 Jahren ein Teil von Hückeswagen

Festakt im Pflitsch-Casino : Seit 100 Jahren ein Teil von Hückeswagen

Großer Bahnhof herrschte am Montagmittag im Pflitsch-Casino mit etwa 200 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft der Schloss-Stadt beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Familienunternehmens.

100 Jahre Firmengeschichte – es kann wohl keinen besseren Grund für eine große Feier geben. Entsprechend voll war das Pflitsch-Casino am Montagmittag, als rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft der Schloss-Stadt zur offiziellen Jubiläumsfeier gekommen waren. Auch einige Geschäftspartner aus dem Ausland hatten den Weg in die Schloss-Stadt gefunden.

Die starke Verbundenheit des von Ernst Pflitsch gegründeten Unternehmens zu Hückeswagen zeigte sich auch daran, dass als musikalische Gäste die Jazz-Brüder Julian und Roman Wasserfuhr eingeladen waren, die mit ihrer gewohnt hochwertig dargebotenen Musik für Auflockerung sorgten.

Festredner war Justizminister Peter Biesenbach. Die Stimmung unter den Gästen war gut. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Die beiden Geschäftsführer Roland Lenzing und Mathias Stendtke waren sichtlich glücklich, den runden Firmengeburtstag in so großer Runde feiern zu können. „Die Gründungszeit war eine Zeit des Umbruchs“, sagte Stendtke. „Jede der vier Generationen hat zum Erfolg des Unternehmens beigetragen – und jede Generation stand vor einer neuen Herausforderung“, ergänzte Lenzing. Sei es die industrielle Revolution des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, die Zeit des Wirtschaftswunders oder heute die Digitalisierung und Industrie 4.0.

Mathias Stendtke mit Ehefrau Halima Gouya-Stendtke und Dr. Aline Lenzing mit Ehemann  Roland Lenzing (v.l.)  Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Die beiden Geschäftsführer betonten zum einen ihre enge Beziehung zur Schloss-Stadt, aber auch den Wunsch zur weiteren Expansion. „Wir wollen sowohl unsere Frauenquote weiter erhöhen, als auch die der Ausbildung“, sagte Stendtke, Lenzing fügte an: „Pflitsch ist immer in Bewegung gewesen und wird das auch weiter sein. In wirtschaftlicher Hinsicht, als auch im Rahmen unserer sozialen Verantwortung.“

Bürgermeister Dietmar Persian brachte die Bedeutung des Familienunternehmens auf den Punkt, indem er sagte: „Hückeswagen ohne Pflitsch – das kann ich mir gar nicht vorstellen.“ Deswegen freue es ihn auch besonders, dass auch die aktuellen Geschäftsführer sich zum Standort Hückeswagen bekennen würden. Ein Unternehmen lebe indes vor allem von den Menschen. „Nur wenn ein Unternehmen mit und für die Menschen vor Ort produziert, kann es erfolgreich sein“, sagte der Bürgermeister. Bevor er Lenzing und Strendtke ein Gemälde des Hückeswagener Künstlers Bernhard Guski als Präsent überreichte, lobte er noch den Ideenreichtum, die Innovationskraft und den Willen zur Förderung, der sich etwa im Berufskolleg manifestiert habe: „Ohne Pflitsch wäre diese einzigartige Schule sicher nicht in Hückeswagen“, sagte Persian.

Auch der NRW-Justizminister Peter Biesenbach hob die Bedeutung Pflitschs für seine Heimatstadt hervor. „Bei Pflitsch sind Wachstum und Stärke durch Innovation, Mut und Bekenntnis zur Tradition zu erleben“, sagte Biesenbach. Familienunternehmen seien die personifizierte Nachhaltigkeit.