Hückeswagen: Segler bauen ihr Vereinsheim

Hückeswagen: Segler bauen ihr Vereinsheim

Zehn Jahre dauerten die Planungen, gestern wurde der Grundstein für das neue Vereinsheim des Remscheider Segelyachtclub Bevertalsperere (RSCB) in Wefelsen gelegt. Der Zugang zum Beverufer wird frei zugänglich bleiben.

Der Weg hin zu einem eigenen Vereinsheim war für den RSCB lang und steinig. Denn bereits im Jahr 2000 war mit den Planungen begonnen wordenm bis zur Erteilung der Baugenehmigung sollten aber noch neun Jahre vergehen. Dazwischen gab es Unstimmigkeiten mit der Stadt Hückeswagen, weil der Klub sein Gelände einfrieden und damit den Zugang zur Talsperre für Bevergäste an dieser Stelle verwehren wollte.

Doch ein Kompromiss Anfang 2009 brachte die Kuh schließlich vom Eis. Als im November mit dem Fundament begonnen wurde, setzte erst starker Regen ein, und dann kam ein langer, frostiger Winter. Die Erleichterung war dem Vorsitzenden Gunnar Müller daher gestern anzumerken, als er bei der Grundsteinlegung vor geladenen Gästen betonte: "Wir sind gut drei Monate hinter der Zeit. Aber die vergangenen Jahre haben uns lernen lassen, die Sache geduldig und langatmig durchzustehen."

Wenn sich das Fundament gefestigt hat, soll um Ostern herum das Vereinsheim, das eine Art Fertighaus sein wird, voraussichtlich innerhalb von einer Woche hoch gezogen werden. Aus dem angestammten Clubhaus, nur etwa 30 Meter vom neuen Standort, muss der RSCB heraus: Der Vermieter richtet dort drei Mietwohnungen ein.

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So steht dem Klub in der zweiten Ferienwoche kein eigenes Gebäude zur Verfügung, um den traditionellen Osterlehrgang abzuhalten. "Da ist dankenswerterweise der SVWu eingesprungen", berichtete Müller gegenüber der BM. Im Klubhaus der Segler-Vereinigung Wuppertal kann der RSCB dann junge Segler auf die kommende Wassersportsaison vorbereiten.

Den Innenausbau werden einige der rund 120 Mitglieder in Eigenleistung bewältigen, "aber unter der Anleitung von Fachfirmen", betonte Müller. Der Vorsitzende hofft, dass das neue Vereinsheim in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fritz-Perls-Institut dann ab Mai genutzt werden kann.

Entgegen den Ende 2008 kontrovers diskutierten Plänen wird der Zugang zur Bever im Bereich des Klubgeländes auch weiterhin gewährleistet sein. "Eingefriedet werden nur das Vereinsheim und der Bereich, wo unser Material, also die Boote, gelagert ist", bestätigte Müller. Das bedeutet, dass Bevergäste ohne Probleme über das übrige Gelände des RSCB ans Wasser gelangen könne. "Das ist in einem Vertrag mit der Stadt Hückeswagen geregelt", sagte Müller.

(RP)