Kommentar: Schulen am Ort: Nur offene Fragen

Kommentar : Schulen am Ort: Nur offene Fragen

Hinter verschlossenen Türen tagt ein Arbeitskreis. Das Planungsbüro von Dr. Jansen befasst sich parallel dazu mit der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans. Aber für die Bürger von Hückeswagen ist derzeit völlig undurchsichtig, wie die Zukunft der Schulen in der Stadt aussehen wird und kann.

Klar ist angesichts der gesicherten Daten aus dem Demografie-Bericht nur: Weil die Zahl der Kinder schon bis 2015 drastisch zurückgeht, wird bald an den örtlichen Schulen kaum noch etwas sein wie es heute ist. Ob es dann die vom Rader THG angestrebte gymnasiale Unterstufe in Hückeswagen geben wird, ist genauso offen wie vieles andere. Denn eines ist klar: Für eine Gymnasium-Filiale wird kein neues Schulgebäude gebaut. Eingerichtet werden kann sie nur in einer schon bestehenden Schule, wobei vom Raumbedarf her alles für das Hauptschulgebäude spricht. Das könnte aber auch für eine unter einem Dach vereinigte Real- und Hauptschule benötigt werden, wenn denn die Wahl auf eine solche Verbundschule fallen sollte. Was sein kann angesichts einer im Bestand bedrohten Hauptschule. Die Gymnasium-Dependance darf jedenfalls nicht isoliert betrachtet werden. Und deshalb ist es derzeit eher unwahrscheinlich, dass sie, wenn überhaupt, schon zum Schuljahresbeginn 2011/2012 an den Start geht. Eltern von Grundschulkindern, deren Sprösslinge derzeit die dritten Klassen besuchen, sollten sehr sorgfältig alle Alternativen zur gymnasialen Unterstufe am Wohnort prüfen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE