Hückeswagen: Schlecht geschaltete Ampel im Zentrum nervt

Hückeswagen: Schlecht geschaltete Ampel im Zentrum nervt

Hückeswagener bemängelt die "völlig unplausiblen Schaltvorgänge". Landesbetrieb Straßen NRW will Abhilfe schaffen.

Es scheint so, als habe die Ampel der großen Kreuzung im Zentrum ein Eigenleben. Vor allem ein merkwürdiges. Denn manchmal steht ein vereinzeltes Auto an der Kreuzung Etapler Platz / Goethe- / Bahnhof- / Peterstraße vor der Rot zeigenden Ampel, während weit und breit kein anderes zu sehen ist. Autofahrer, die von der Goethestraße kommen, verzweifeln zuweilen - oder geben noch bei "Dunkelgelb" Gas, um über die Kreuzung zu kommen. Denn mitunter ist diese Phase im Bereich des ehemaligen Hotels zur Post so geschaltet, dass in den wenigen Sekunden Grün nur zwei Autos fahren können - und auch das nur, wenn das erste Auto nicht wegen Fußgängern anhalten muss, die die Straße zwischen dem Hotel und der Oberbergischen Apotheke überqueren wollen. Andere Grünphasen sind dagegen so lange, dass durchaus 20 Autos Zeit hätten, von der Goethestraße geradeaus zu fahren oder abzubiegen - nur sind dann keine da.

Etwas Ähnliches hat auch Utz Geßner festgestellt. "Seit dem Umbau der Innenstadt sind die Schaltvorgänge an der Kreuzung Goethetal völlig unplausibel", sagt der Anwohner der Kölner Straße am Bürgermonitor unserer Redaktion. Im Berufsverkehr kämen ein bis drei Fahrzeuge talwärts durch. In den Abendstunden, bei geringer Last, werde es auch nicht besser. Und selbst donnerstags, wenn die Bahnhofstraße wegen des Wochenmarkts gesperrt ist, sei es auch nicht anders. "Ergänzend ist die Sensorregelung wohl vollständig außer Betrieb", berichtet Geßner. "Da stehe ich am Tag ebenso wie abends an einer roten Ampel, ohne dass aus den übrigen Straßen Fahrzeuge durchfahren."

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Zuständig für die Wartung und Pflege der Ampel ist der Landesbetrieb Straßen.NRW, da Bahnhof- und Peterstraße Bundesstraßen sind. Auf Anfrage unserer Redaktion teilt Johannes Szmais, Sprecher des Landebetriebs in Gummersbach, nach Rücksprache mit dem verantwortlichen Sachbearbeiter mit, dass eine Wartungsfirma die Anlage überprüft hätte. "Es sind zurzeit zwei Induktionsschleifen defekt, die aber in Kürze repariert werden", heißt es in der E-Mail.

Außerdem bereitet der Oberbergische Kreis momentan eine Überarbeitung der Signalplanung vor, da sich die Verkehrsströme nach dem Bau der Stadtstraße (Alte Ladestraße) verändert hätten. "Nach Vorlage dieser Planungsänderung wird diese im Rahmen des Wartungsvertrags durch den Landesbetrieb umgesetzt", zitierte Johannes Szmais seinen Kollegen.

(büba)