Schilder für Tempo 70 zwischen Scheideweg und Dreibäumen aufgestellt

Tempolimit : Von Scheideweg bis Dreibäumen mit maximal Tempo 70

Auf den gesamten etwa drei Kilometern zwischen Scheideweg und Dreibäumen darf auf der L 101 nur noch mit maximal 70 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Die entsprechenden Schilder an den Ortsausgängen wurden vor kurzem aufgestellt.

Als am Abend des 30. Juni 2018 ein Wermelskirchener Taxifahrer beim Abbiegen nach links auf den Parkplatz des Golfclubs in Dreibäumen ein entgegenkommendes Auto übersah und es zu einem Frontalzusammenstoß kam, war das der neunte schwere Unfall auf dem Teilstück der Landstraße 101 zwischen Dreibäumen und Scheideweg innerhalb weniger Monate. Der schwerste war der im Oktober 2017, als ein Autofahrer bei einem Frontalzusammenstoß noch an der Unfallstelle und der Verursacher einige Wochen später im Krankenhaus starb. Anwohner vor allem aus Dreibäumen und Politiker hatten schon lange gefordert, die maximale Höchstgeschwindigkeit der L 101 zwischen den beiden Ortschaften auf 70 Kilometer in der Stunde herunterzusetzen.

Nach dem Unfall vom 30. Juni beschloss die Verkehrsunfallkommission aus Mitarbeitern der Polizei, des Straßenverkehrsamts und des städtischen Ordnungsamt bei einem gemeinsamen Ortstermin an der Unfallstelle „verkehrsregelnde Maßnahmen“. Die letzte – und für viele entscheidende wurde jetzt umgesetzt: Die Landstraße darf auf der gesamten Strecke zwischen den Ortsausgängen von Scheideweg und Dreibäumen nur noch mit höchstens 70 statt der bislang 100 km/h befahren werden. Die entsprechenden Schildern wurden jetzt aufgestellt. Bis dato war das Tempolimit nur auf den Kurvenbereich an den Abzweigungen nach Kurzfeld und Maisdörpe beschränkt gewesen. Dort, wo vor eineinhalb Jahren der tödliche Verkehrsunfall passiert war.

Von 50 geht es auch in Dreibäumen auf höchstens Tempo 70. Foto: Stephan Büllesbach

Auch das Tempolimit nur für diesen Teilbereich der L 101 stieß vor allem bei Anwohner aus Dreibäumen auf Unverständnis. Zumal die geschlossene Ortschaft seit dem vorigen Sommer nicht mehr schon an der Einfahrt zum Golfclub beginnt, sondern erst an der Wohnbebauung. Bis dahin konnte somit nach Aufhebung der Tempo-70-Zone kurz vor dem Golfhotel mit bis zu 100 km/h gefahren werden – und direkt daneben waren möglicherweise auf dem Gehweg Fußgänger, mitunter Schulkinder, unterwegs. Das ist nun in diesem Tempo verboten, seitdem an den Ortsausgängen beider Ortschaften Schilder auf die maximale Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern verweisen. Wer zu schnell fährt, muss damit rechnen, von der Polizei oder Mitarbeitern der Bußgeldstelle des Kreises geblitzt und zur Kasse gebeten zu werden, die dort regelmäßig den Verkehr kontrollieren.

Die Stadtverwaltung habe die Forderung der Bürger nach einer durchgehenden Geschwindigkeitsbegrenzung beim Kreis unterstützt, hatte Bürgermeister Dietmar Persian im Februar im Ausschuss für Bauen und Verkehr versichert. In der Vergangenheit habe es auf dem Streckenabschnitt immer mal wieder einige Änderungen gegeben, die nicht immer nachvollziehbar waren, teilte die Stadt Hückeswagen mit.

„Die Begrenzung auf Tempo 70 in diesem Bereich ist sinnvoll, wie einige schwere Unfälle in der Vergangenheit leider bewiesen haben. Außerdem trägt das Tempolimit auch zu einer Reduzierung des Verkehrslärms gerade an den Ortseingängen bei“, sagt er jetzt zu den neuen Schildern.

(büba/rue)