Sport in Hückeswagen RSV will enger zusammenwachsen

Hückeswagen · Die Raspo-Jugend ist gestärkt aus der Corona-Pandemie hervorgegangen. 2021 gab es mehr als 40 neue Anmeldungen, was zu einer Gesamtzahl von mehr als 180 Kindern und Jugendlichen in allen Mannschaften, von den Bambini bis zur A-Jugend, führte.

 Das 70 Jahre alte Vereinsheim vom RSV wurde 2021 modernisiert. Michael Steffens (r.) und Trainer David Cocina freuen sich über den modernen Hauptraum, der der Geselligkeit nach dem Spiel dienen soll.

Das 70 Jahre alte Vereinsheim vom RSV wurde 2021 modernisiert. Michael Steffens (r.) und Trainer David Cocina freuen sich über den modernen Hauptraum, der der Geselligkeit nach dem Spiel dienen soll.

Foto: Jürgen Moll

Langsam kommen sie zurück, die Jahresversammlungen in Präsenz. In den meisten Fällen müssen dann die vergangenen zwei Corona-Jahre zusammengefasst werden. So auch bei der Jugendabteilung des RSV 09. Dabei wurde deutlich, dass die Trennung in zwei eigenständige Vereine mit Vorstand und Geschäftsführung künftig nicht so fortgeführt werden soll. „Wir wollen künftig enger zusammenwachsen in beiden Vereinen“, betonte der wiedergewählte Vorsitzende Matthias Happel. Da Michael Steffens, der langjährige Vorsitzende der Raspo-Erwachsenenabteilung, sich in drei Wochen nicht zur Wiederwahl stellen wird, begrüßte auch er dieses Vorhaben.

Die Raspo-Jugend stehe sehr gut da, sagte Happel. „Das hat sich auch in der Pandemie-Zeit gezeigt. Ich bin sehr stolz und glücklich darüber, dass wir so gut zusammengehalten haben“, sagte er. Es zeige sich auch an der Zahl der Mitglieder und aktiven Kinder und Jugendlichen in den Mannschaften, dass „wir gestärkt aus der Pandemie herausgehen“, sagte Happel. So verkündete der Raspo-Jugend-Chef für 2021 mehr als 40 neue Anmeldungen, was zu einer Gesamtzahl von mehr als 180 Kindern und Jugendlichen in allen Mannschaften, von den Bambini bis zur A-Jugend, führte.

„Wir setzen weiter auf Konstanz. So hat jede Mannschaft mindestens einen Trainer, die meisten zwei, und wir arbeiten auch weiter eng mit dem DFB an unserer Attraktivität“, sagte Happel. So sei das DFB-Mobil bereits viermal in Hückeswagen gewesen. Das alte Leid der Sportler – nur ein Sportplatz – kam ebenfalls zur Sprache. „Wir können uns keinen zweiten Sportplatz aus den Fingern zaubern, daher fordern wir von der Stadt dringend eine zweite Sportstätte. Der Zustand ist wirklich katastrophal – teilweise spielen wir mit fünf Mannschaften gleichzeitig“, sagte Happel. Immerhin sei das Thema mittlerweile im Stadtrat angekommen.

Für 2022 plane die Raspo-Jugend eine Kooperation mit den Grundschulen und der Hauptschule. „Wir wurden gefragt, ob wir auf dem Hauptschul-Schulfest präsent sein können. Wir hoffen, dass das klappt“, sagte Happel.

Zudem hoffe er auf eine Wiederbelebung der Beziehung mit der Partnerstadt Etaples-sur-Mer. „Ich kenne das aus meiner Jugend, da gab es gemeinsame Turniere – und das wollen wir wiederbeleben.“

Ein weiteres Thema ist die Schiedsrichter-Situation. „Wir haben in Hückeswagen keine eigenen Schiedsrichter, das wollen und müssen wir dringend ändern“, sagte Happel. Er startete den Aufruf, ob sich nicht ehrenamtliche Helfer finden könnten, die als Schiedsrichter bei den RSV-Spielen aktiv werden – wir haben zwar zwei Jugendschiedsrichter, aber für den Hauptverein werden dringend Leute gesucht, die sich ausbilden lassen möchten“, sagte Happel.

(wow)
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