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Rodung und Regen: Wege im Hückeswagener Wald haben schwer gelitten

Rund um Hückeswagen : Waldwege haben schwer gelitten

Die Rodungen der vorigen Monate und der viele Regen haben Spuren hinterlassen. Viele Wege-Markierungen sind mit den Bäumen verschwunden.

Nach den großflächigen Rodungen kranker Baumbestände und den damit verbundenen Holztransporten vor allem im vorigen Jahr sind zahlreiche Wanderwege in den Hückeswagener Wäldern in einem extrem schlechten Zustand und oft kaum noch zu begehen. Der viele Regen der zurückliegenden Wochen und Holzbruch durch die Stürme haben die Situation weiter verschlimmert. Jörg von Polheim (FDP) sprach das Thema jetzt in der Ratssitzung an. Seine Frage an die Verwaltung: „Ist es möglich, unter anderem die Lohnunternehmen, von denen einige aus Osteuropa kommen, um hier das Holz aus den Wäldern zu schaffen, für die Schäden an den Wegen in Regress zu nehmen ?“

Tatsächlich seien die von schweren Fahrzeugen beschädigten und manchmal auch komplett zerstörten Wege „ein großes Ärgernis“, sagte Bauamtsleiter Andreas Schröder. Und: „Wir hatten bisher nur einmal das Glück, einen Fahrer sozusagen auf frischer Tat zu ertappen. Da läuft der Versuch noch, ihn in Regress zu nehmen.“ Ansonsten gebe es nun einmal keine „Verkehrsüberwachung“ in den Wäldern.

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Laut Schröder ist es aber auch so, dass die Stadt in den meisten Fällen nicht zuständig ist. Große Waldflächen gehören privaten Eigentümern. Bei den Wegen darin handelt es sich also um Privatwege, deren Unterhaltung Sache der Eigentümer ist und keine öffentliche Aufgabe. Die Stadt kümmert sich nur um den Bergischen Panoramasteig als zertifizierten Wanderweg von regionaler Bedeutung. „Da sind wir für die Unterhaltung auf Hückeswagener Stadtgebiet zuständig“, bestätigte Schröder.

Die Wanderwege sind vielfach nicht nur in schlechtem Zustand, es ist auch zunehmend schwieriger geworden, sich darauf zu orientieren und nicht in die Irre zu laufen. Denn mit den vielen gefällten Bäume sind auch viele Wege-Markierungen verschwunden, um die sich ehrenamtlich die Wegewarte des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) kümmern. Sie kommen inzwischen mit der Arbeit kaum noch nach, da so viele Wegezeichen erneuert werden müssen. Das wird dauern.