Hückeswagen: Rock-Trio begeistert im Kultur-Haus Zach

Hückeswagen: Rock-Trio begeistert im Kultur-Haus Zach

Die Trio-Besetzung ist im Rock durchaus klassisch: Gitarre, Bass, Schlagzeug, dazu Gesang - fertig ist die Band. Denn dass es kein Orchester auf der Bühne braucht, um einen dichten und leidenschaftlichen Sound zu zelebrieren, das zeigten die großen Trios der Pop- und Rockgeschichte quer durch die Jahrzehnte, wie etwa "The Police", "Rush" oder "Motörhead" - sie alle waren zu dritt unterwegs und wussten zu begeistern.

Am Freitagabend waren nun "Annina Struve & Hugoonion" im Kultur-Haus Zach vor rund 30 Zuschauern zu Gast. Auch sie als Trio, und auch sie begeisterten - mit Spielfreude, komplexen und zugleich eingängigen Songs. Musikalisch war das Trio aus Drolshagen im Rock zu Hause. Dazu gesellten sich, wie im hektischen "Donkey Drive", eine Prise Funk, aber auch ein paar progressive Schlenker. Bei denen merkte man zum einen, dass die drei Musiker Annina Struve (Gitarre/Gesang), Markus "Hugo" Schröder (Bass) und Mario "Zwiebel" Zielenbach (Schlagzeug) ihr Handwerk definitiv beherrschten. Zum anderen wurde aber auch deutlich, dass die drei bereits seit zehn Jahren in der gleichen Besetzung zusammen musizierten. Struve beherrschte nicht nur ihre sechs Saiten äußerst virtuos und haute ein Klasse-Solo nach dem anderen heraus, sondern verfügte auch über eine kräftige und ausdrucksstarke Stimme.

Damit setzte sie den durchweg sehr guten Kompositionen noch genau jenes Sahnehäubchen auf, das aus gutklassigen Songs hell leuchtende Sterne machte. Und wenn das Publikum Schröder und Zielenbach dabei zusah und -hörte, wie sie ihrer Chefin den perfekten Rhythmusteppich zusammenwebten, konnte es nur noch anerkennend den Hut ziehen. Das ging auch mal ganz simpel und straight, wie in "A Part Of You" mit seinem geradezu punkigen Refrain. Auch das funktionierte wunderbar.

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Im Publikum war Volker Heinrich des Lobes voll: "Das war ein richtig tolles Konzert und hat total viel Spaß gemacht", sagte der Hückeswagener. Und mit dieser Meinung stand er keineswegs alleine da, wie der Applaus nach Songs wie "Hugniverse" oder dem so simpel wie genial betitelten "Blues" zeigte. Das Stück erinnerte auch wegen Struves Gesang und dem dominanten Bass ein wenig an die US-Blueserin Lisa Mann und war definitiv einer der Höhepunkte dieses tollen Konzertabends.

(wow)