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Hückeswagen: Rekord bei den Drachenbooten

Hückeswagen : Rekord bei den Drachenbooten

Das 12. Drachenboot-Festival auf der Bever-Talsperre erreichte mit 20 Teams einen Teilnehmer-Rekord. Tolle Stimmung, kreative Teams, bunte Kostüme und zahlreiche Zuschauer ließen die Veranstaltung zu einem Fest werden.

Die Menschenmenge, die sich an der "Zornigen Ameise" versammelt hatte, erinnerte an das große DLRG-Sommerfest. Die Zuschauer waren jedoch wegen der Drachenboote gekommen. Mit mehr als 400 Teilnehmern stieß dieser fröhliche Wettkampf für Sportvereine, Firmen, Freundeskreise und Dorfgemeinschaften erstmals an seine logistischen Grenzen.

 Die Kölner Studenten feierten, so schien's, nachträglich Karneval.
Die Kölner Studenten feierten, so schien's, nachträglich Karneval. Foto: Moll, Jürgen

Ausrichter der aus Asien stammenden Sportart war wieder die Interessengemeinschaft Zeltplätze (IGZ). "Dieser erste Versuch mit 20 Mannschaften ist voll gelungen", zog Geschäftsführer Axel Konsen ein positives Resümee. Auch das überwiegend sonnige Wetter und der gute Besucherzuspruch verhalfen der Veranstaltung zum Erfolg.

Mit GPS und Bojen gegen Proteste

Um die Sicherheit zu Wasser und der Verpflegung der Gäste an Land kümmerte sich die DLRG. Der Wuppertaler Verein für Kanusport stellte die vier Drachenboote, Steuerleute und Zeitnehmer. Der Zieleinlauf wurde erstmals mit Videokamera festgehalten. Um Protesten der Teams entgegenzuwirken, wie es sie in den Vorjahren gab, wurde die Länge der 200 Meter langen Wettkampfstrecke per GPS vermessen und mit Bojen gekennzeichnet.

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Zu den besten Teams zählte wieder die Hückeswagener "Pogojugend". Ihre Taktik beim Paddeln lautete: "Weit vorne einstecken und nicht ganz durchziehen", verriet Andreas Schwackowiak (23). Dennoch reichte es erneut nicht zum Sieg, sondern nur zum "undankbaren" vierten Platz.

Zum ersten Mal nahmen Jugendliche und Mitarbeiter des Jugend- und Sozialwerks Gotteshütte am Drachenbootrennen teil. "Die ersten Läufe sahen schon sehr synchron aus, jetzt arbeiten wir noch an der Zeit", sagte Geschäftsführer Sascha Viehoff, der ebenfalls das Paddel in die Hand genommen hatte. Sich als Team mit anderen Mannschaften sportlich messen, war der Sinn dieser Aktion. Diese endete für die Gotteshütte zwar mit dem letzten Platz, aber auch mit jeder Menge Spaß.

Bunt ging's zu bei den Studenten der Sporthochschule Köln. Im Scheichkostüm, mit Engelsflügel und Blumenketten legten sich die jungen Leute mächtig ins Zeug. Ihr Motto an diesem Tag erinnerte an den kölschen Karneval: "Immer nur Spaß haben."

Gestürzt ins 16 Grad kalte Wasser

Unfreiwillig im 16 Grad kalten Wasser landeten die "Rolling Fighters" vom Rollhockey-Club Remscheid. Kurz nach dem Zieleinlauf kenterte ihr Boot, doch die DLRG zog die Bootsinsassen schnell aus dem Wasser.

Bei so viel "Action" hatten auch die Zuschauer ihre Freude. Familie Gäb war aus Ennepetal gekommen. "Das ist hier eine schöne Gegend", sagte Monika Gäb begeistert. DLRG-Chef Wolfgang Neuhaus sah den Grund für die große Beteiligung ähnlich. "Die Leute sehen die Schönheit des Sees, und das spricht sich so langsam herum", war er überzeugt.

(heka)