Hückeswagen: Realschule und Pflitsch kooperieren seit zehn Jahren

Hückeswagen: Realschule und Pflitsch kooperieren seit zehn Jahren

Zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass der damalige Geschäftsführer Harald Pflitsch auf Dieter Schruff, damals noch Leiter der Realschule, mit einer Idee zugekommen war. Beide sind mittlerweile im Ruhestand, die Idee lebt aber nach wie vor: die Kooperation zwischen der Realschule und einem der größten Arbeitgeber in der Schloss-Stadt.

"Da hat sich aus der Anfangsidee heraus eine ganz tolle und intensive Partnerschaft ergeben", sagte Schruff gestern Vormittag, als das Zehnjährige gefeiert wurde und entsprechende Urkunden verliehen wurden. Die Realschule könne sich glücklich schätzen, einen so tollen Partner gefunden zu haben. Seine Nachfolgerin Christiane Klur ergänzte: "Ich habe das Projekt über die ganzen zehn Jahre begleiten dürfen - und es ist einfach nur eine großartige Sache, für die ich mich an dieser Stelle bedanken möchte."

Sabina Waßmuth, Ausbildungsleiterin bei Pflitsch, gab den Dank direkt zurück: "Es ist insgesamt eine Win-Win-Situation, beide Parteien haben schließlich etwas davon. Es ist nicht so, als würden wir nur geben - wir bekommen auch sehr viel zurück." So habe das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren etwa rund 60 Auszubildende gehabt, wovon sehr viele von der Realschule gekommen seien. Als wichtige Entscheidungshilfe gebe es im Rahmen der Kooperation die Job-Rallye im Frühjahr: "Da kommen die Achtklässler der Realschule einen Tag lang zu uns in die Firma und können dort auf spielerische Art und Weise einen Einblick in die Berufe bekommen, in denen wir bei Pflitsch ausbilden", erläuterte Sabina Waßmuth.

Zehn Ausbildungsberufe gibt es bei Pflitsch, sowohl im kaufmännischen, als auch im gewerblichen und technischen Bereich. Im Rahmen der Job-Rallye werde ein Pflitsch-Stiftehalter zusammengesetzt: "Da lernen die Jugendlichen den kompletten Produktionsweg kennen, von den ersten Arbeiten bis hin zum Versand", erläuterte die Ausbildungsleiterin.

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Die Job-Rallye im achten Schuljahr soll vor allem der Orientierung dienen, wie sie weiter sagte: "Im neunten Schuljahr gibt es das Berufspraktikum. Viele Jugendliche wissen aber gar nicht, welche Inhalte die verschiedenen Berufe haben." Im Rahmen der Job-Rallye könnten die Jugendlichen so erste Einblicke in verschiedene Berufsfelder bekommen. Schruff ergänzte: "Der technische Bereich ist im Kommen, daher versuchen wir verstärkt, Jugendliche dafür zu begeistern."

Auch Pflitsch-Geschäftsführer Mathias Stendtke, selbst ein ehemaliger Realschüler, zeigte sich von der Kooperation begeistert: "Wir haben vor allem in den Anfangsjahren immer wieder Vorträge an der Realschule veranstaltet. Die können den Jugendlichen ebenfalls weiterhelfen." Das Angebot soll künftig wieder verstärkt stattfinden: "Natürlich muss es in den Lehrplan und den Schulalltag eingefügt werden", sagte Stendtke. Er sei indes zuversichtlich, dass das auch funktionieren werde.

(RP)