Hückeswagen: Raspo-Chef regt Fußball-Fusion an

Hückeswagen : Raspo-Chef regt Fußball-Fusion an

105 Jahre als ist des RSV 09 Hückeswagen, der Lokalrivale FC 04 Hückeswagen kann auf zehn Jahre zurückblicken. Damit es auch in Zukunft in der Schloss-Stadt wenigstens einen Fußballverein gibt, in dem Kinder das Kicken lernen und auch Erwachsene noch spielen können, bringt Raspo-Vorsitzender Frank Höbler eine Fusion der beiden ortsansässigen Klubs ins Spiel. Bereits zum Jahreswechsel hatte er im Gespräch mit der BM diesen Wunsch geäußert, gestern konkretisierte er ihn.

"Bei der aktuellen Bevölkerungsentwicklung hat Hückeswagen immer weniger Kinder – Tendenz weiter fallend", sagte Höbler mit Blick auf den demografischen Wandel. Dazu hätten sämtliche Sportvereine, nicht nur die Fußballer, schon jetzt damit zu kämpfen, dass dem Nachwuchs durch die Ausdehnung des Ganztagsunterrichts an den Schulen immer weniger Zeit fürs Training bliebe. Vor diesem Hintergrund glaubt er, dass eine Fusion von RSV 09 und FC 04 eine sinnvolle Entscheidung sei. "Bei der schrumpfenden Bevölkerungszahl ist das eine gesellschaftliche Notwendigkeit", bekräftigte Höbler.

Er plädiert auch deshalb für einen Zusammenschluss, weil ein Verein weniger Schwierigkeiten hätte, alle Vorstandsposten zu besetzen.

Rund 280 Fußballer kicken derzeit im Raspo, darunter 180 Kinder und Jugendliche in neun Teams. Der jüngere FC 04 hat 107 Mitglieder, 80 davon sind Nachwuchsspieler, die sich auf drei Mannschaften aufteilen. Die für den Unterbau der Senioren so wichtige A-Jugend kann keiner der beiden Vereine stellen.

Höblers Gedankenspielen erteilt FC-Vorsitzende Sabahudin Ajeti jedoch eine klare Abfuhr. Bei aller Rivalität auf dem Platz gebe es doch ein gutes gemeinschaftliches Miteinander. "Wir können uns gegenseitig unterstützen", bietet der im Oktober neu gewählte Vorsitzende an. Eine Fusion lehnt er jedoch kategorisch ab.

(büba)
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