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Raspo bekommt großes Problem

SC Heide steigt in Jugendarbeit ein : Raspo bekommt großes Problem

Der SC Heide, ein erst seit 2017 gegründeter Verein, steigt jetzt in die Nachwuchsarbeit ein: Sie wollen eine eigene Jugendabteilung gründen. Das könnte für Raspo ein harter Schlag sein.

Sportlich hat der „Emporkömmling“ dem „Platzhirsch“ bereits den Rang abgelaufen – während der SC Heide nach zwei Aufstiegen in Folge zu den Spitzenteams der Kreisliga A zählt, dümpelt der traditionsreiche RSV 09 im unteren Tabellendrittel der Kreisliga B herum. Auch beim Marketing und der Fan-Betreuung liegen Welten zwischen dem jungen, 2017 gegründeten Verein und dem 112 Jahre alten Raspo.

Der muss sich jetzt auch noch eines weiteren „Angriffs“ erwehren: Die Heider wollen eine eigene Jugendabteilung gründen. Die Nachwuchsförderung aber ist seit jeher das Herzstück des Raspo. Selbst der FC 04 Hückeswagen konnte ihm in den zwölf Jahren seiner (kurzen) Existenz letztlich nicht das Wasser reichen. Doch das Projekt des SC Heide ist für den RSV 09 deutlich gefährlicher, denn im Team um SCH-Vorsitzenden Kevin Zrock wird fast schon semiprofessionel gearbeitet. Dazu kommt viel Kreativität und Herzblut. Das ist eine Mischung, die dem Raspo durchaus gefährlich werden könnte.

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Vorstand von Hauptverein und Jugendabteilung sind nun gefordert, ihren Fußballverein noch attraktiver für Jungen und Mädchen zu machen, die kicken wollen. Ansonsten könnte der Unterbau beim RSV 09 mittelfristig wegbrechen. Dann dürfte zum Überleben auch die mehr als 100-jährige Tradition nicht mehr helfen.

Die Möglichkeit einer Kooperation bei der Jugendarbeit steht jedoch noch im Raum. Für SC Heide und Raspo wäre das wahrscheinlich die beste Lösung, für die Kinder und Jugendlichen sowieso. Würden sie doch nicht „zerrieben“ zwischen möglichen Rivalitäten der beiden Kubs.