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Hückeswagen: Rätsel um Brösel-Mauern im Schlosshagen

Hückeswagen : Rätsel um Brösel-Mauern im Schlosshagen

Auch die Experten können sich keinen Reim daraus machen: Es bröselt aus den Fugen in den Natursteinmauern im Schlosspark. Schon nach dem vorigen Winter waren beträchtliche Schäden entdeckt worden. Und das ausgerechnet an und in den Mauern aus Grauwacke, die im Auftrag der Stadt erst in den Jahren 2010 und 2011 im Zuge der Sanierung des Schlossparks von der Firma Lorenz Garten- und Landschaftsbau mit Sitz in Bergisch Gladbach errichtet worden waren.

Die Grauwacke-Steine selbst sind in Ordnung, das Fugenmaterial, das sie zusammenhält, ist es nicht — und letztlich weiß keiner wirklich, warum das so ist. Das bestätigte Georg Rath, Umweltberater der Stadt und Mitarbeiter im Bauamt, in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Auch ein Ortstermin im April dieses Jahres, an dem neben Vertretern der Firma Lorenz auch der Landschaftsarchitekt Dirk Glacer und Mitarbeiter der Verwaltung teilnahmen, hatte laut Rath das Rätsel um die "Bröselfugen" nicht lösen können.

Festgestellt wurde immerhin, dass die Gewährleistungsfrist für die neu errichteten Mauern noch nicht verstrichen ist. Und das bedeutet: Das Landschaftsbau-Unternehmen steht in der Pflicht, die Ursachen des Problems zu ergründen, einen Vorschlag für die Sanierung zu unterbreiten und die Mauern auf eigene Kosten wieder in Ordnung zu bringen.

Das ist inzwischen auch geschehen. Weil aber die Ursachen für die im vorigen Winter entstandenen Schäden letztlich immer noch nicht geklärt sind, weiß auch niemand, ob die neuen Fugen diesmal halten oder sich während der nun anstehenden Frostperiode erneut nach und nach in Wohlgefallen auflösen. Im Frühjahr kommenden Jahres werde die Verwaltung jedenfalls alle Natursteinmauern im Schlosspark sehr genau daraufhin überprüfen, kündigte Rath an.

Ebenfalls geprüft wird eine Verlängerung der Gewährleistungspflicht des Landschaftsbauunternehmens, damit die Stadt nicht auf den Kosten sitzen bleibt, wenn der erste Versuch zur Schadensbehebung scheitern und erneut eine Sanierung des Mauerwerks notwendig werden sollte.

Die Neugestaltung des Schlossparks, mit der 2009/2010 begonnen worden war, hatte viel Geld gekostet. Der dickste Batzen davon kam aus Landesmitteln, die für Regionale-Projekte bereitgestellt worden waren. Die Stadt Hückeswagen hatte Regionale-Mittel sowohl für den Schlosspark als auch für die Neugestaltung der Wupperauen bekommen.

(RP)