Hückeswagen: Radweg an Wupperauen vermüllt

Hückeswagen: Radweg an Wupperauen vermüllt

Am Aussichtspunkt bleibt häufig Restmüll liegen. Das sorgt bei vielen für Ärger.

Es war kein schöner Anblick nach dem letzten November-Wochenende: Taschentücher, Verpackungen, Plastiktüten und anderer Müll lag kreuz und quer auf dem Radweg an den Wupperauen. Auf den Sitzsteinen neben den Informationstafeln und über den gesamten Asphalt waren die Abfälle verteilt. "Ich ärgere mich über derartige 'wilde Müllkippen'", schrieb Bernd Müller, ehemaliger Stadtkämmerer, daraufhin in einer Hückeswagener Facebook-Gruppe. "Dabei steht der Abfalleimer direkt daneben." Dort bekam er vielfach Zustimmung von anderen Bürgern.

Dass der Radweg an den Wupper-auen verdreckt wird, ist allerdings keine Premiere. "Es kommt nicht häufig vor, aber immer mal wieder", sagt Roland Kissau, Abteilungsleiter Ordnungsamt. Die betroffene Stelle an den Wupperauen ist sehr beliebt bei Bürgern, Spaziergängern und Fahrradfahrern. "Mit Blick auf die Wupper ist es eine attraktive Lage", sagt Kissau. "Zentral, aber gleichzeitig im Grünen." Die Stadt habe diesen Ort als eine Art Aushängeschild errichtet und gepflegt. "Deshalb finde ich es schade, wenn die Menschen die Arbeit zunichtemachen", sagt er.

Nach Ansicht des Ordnungsamtsmitarbeiters stellen Hinweisschilder keine Lösung des Problems dar. "Das würde nichts bringen", ist sich Kissau sicher. "Für die Leute ist das keine große Abschreckung."

Nach jeder Vermüllung rückt der städtische Bauhof aus, um die Abfälle zu beseitigen. "Direkt am Folgetag wird aufgeräumt und sauber gemacht", erklärt Kissau. "Das ist vor allem dann nötig, wenn Flaschen zerschlagen wurden. Die Scherben könnten ansonsten Hunde verletzen oder Reifen zerstören."

Um in Zukunft eine erneute Verschmutzung zu verhindern, kontrolliert das Ordnungsamt den Bereich an den Wupperauen auf seinen routinemäßigen Gängen durch die Stadt. "Wir können dort allerdings nicht rund um die Uhr auf der Lauer liegen", sagt der stellvertretende Ordnungsamtsleiter. "Ich verstehe nicht, was sich die Menschen denken, die ihren Müll hinterlassen", sagt Roland Kissau. "Die Kosten für die Reinigung werden auf alle Steuerzahler umgelegt, so dass jeder dafür zahlt."

(mba)