Radevormwald-Hückeswagen: Sparkasse will mit neuem Dresscode Distanz ab- und Nähe aufbauen

Hückeswagen-Radevormwald : Neuer Sparkassen-Dresscode soll Distanz abbauen

Das Motto bei der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen lautet seit neuestem: krawattenfrei und trotzdem gut gekleidet.

Gut gekleidete Menschen werden in der Regel positiver beurteilt als andere, anderseits kann ein zu formeller Kleidungsstil auch als abgrenzend und antiquiert empfunden werden. „Die Sparkasse möchte in diesem Punkt nah am Menschen sein und hat ab sofort in puncto Kleiderordnung neue Wege für alle Beschäftigen beschlossen“, teilt Dorothea Stabolewski, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen, mit. Das bedeutet jetzt zum Beispiel fehlende Krawatten und dezente Jeans bei den Herren sowie schicke, dem Anlass angepasste Freizeitbekleidung bei den Damen. „Wer sich zukunftsfähig aufstellen will, muss auch die eigenen Ansichten immer wieder hinterfragen“, sagt Stabolewski.

Die Arbeitswelt sei durch die Digitalisierung gerade massiv im Wandel. Das betrifft auch das Berufsbild des Bankkaufmanns und der Bankkauffrau. Vor diesem Hintergrund hatte eine Projektgruppe der Sparkasse die „Kleidungslandschaft“ untersucht und viele Anregungen diskutiert. Die Erfahrungen anderer Banken und Sparkassen zeigen, das die Reaktionen der Kunden auf den Wegfall des typischen Bankenoutfits weitgehend positiv sind, wurde dabei festgestellt. „Mit dem neuen Dresscode heben wir uns weniger von unseren Kunden ab, sondern bewegen uns mehr auf Augenhöhe mit ihnen“ ergänzt Alexander Still vom Sparkassenvorstand. „Das bedeutet aber auch, dass zu bestimmten Anlässen der Anzug und die Krawatte weiterhin getragen werden.“

(büba)