Hückeswagen: Putzige "Bienen" auf Forum-Bühne

Hückeswagen : Putzige "Bienen" auf Forum-Bühne

Zum traditionellen Musikschulfest war am Sonntagnachmittag ins Forum der Montanusschule geladen worden. Der Nachwuchs der Musikschule zeigte sein Können. Zudem hatten die Besucher die Gelegenheit, Instrumente und das Unterrichtsangebot näher kennenzulernen.

Die Musikschule wurde 1976 gegründet, seither sind tausende von jungen Hückeswagenern musikalisch dort ausgebildet worden. Vor allem für instrumentales Musizieren steht die Schule. Günter Blumberg ist von Anfang an der Vorsitzende des Trägervereins. Schon vor Jahren sagte er: "Wenn alle bei der Stange bleiben würden, wäre Hückeswagen ,die' Musikstadt schlechthin!" Viele hängen ihr Instrument und damit ihre gute Veranlagung allerdings schon vorzeitig an den Nagel. Die Musikschulleitung findet das bedauerlich.

Die Eltern ziehen mit

Davon war am Sonntagnachmittag im Forum jedoch nichts zu spüren. "Bei diesem Jahresfest sollen weniger die Solisten als vielmehr Gruppen in den Mittelpunkt gestellt werden", betonte Barbara Florin, die seit 19 Jahren für die musikalische Leitung zuständig ist. Schon davor gab es abwechslungsreiche Vorspiele und unterhaltsame Treffs. Musikschulfeste in ihrer jetzigen Form aber gehen auf ihr Konto. Bei der Organisation kann sie auf die Vorstandsmitglieder des Vereins und das Kollegium zählen. "Auch die Eltern ziehen mit", freute sich die Musikschulleiterin.

Zu Beginn des zweistündigen Vorspiels, unterbrochen durch einen ausgiebigen "Kaffeeklatsch", bevölkerten an die 300 Eltern, Geschwister und Großeltern das Forum. Dabei war festzustellen dass vor allem viele Angehörige der jüngeren Musikanten nach deren Auftritt den Saal verließen. Das hatte den Nachteil, dass im zweiten Vorspiel-Teil nur noch knapp die Hälfte des Publikums Interesse zeigte. Dafür wurde jedoch nach der Pause ruhiger und intensiver zugehört.

Das unterhaltsame Musikschulfest hatte einige Höhepunkte. Etwa, als vorneweg acht Violinen, zwei Celli, Flöte und Klavier lockere Kammerorchesterklänge herüber brachten. Heimliche Stars waren die kleinen, putzigen "Bienchen", die wie die die "Lillifees" über die Bühne schwebten. Eingehüllt im Tango "Der Duft der Frauen" zeigten dann die Versierteren Ausdruckstanz im Ballett. Bei der Musikalischen Früherziehung wurde "das Känguru festgehalten", danach schloss sich der große Blockflötenkreis an.

Sonderapplaus gab es für die Allerjüngste im Saxofon-Trio. Beim ganz jungen Streichertrio muss man abwarten, was nach zukünftigem, tüchtigen Üben zu erwarten ist. Als Malick Sillah aus dem Senegal mit seinen Trommlern kam, da raunte es auf den Rängen: "So kann man seinen Frust loswerden!" Eine "Queen's Town Band" mit Blockflöten und Rhythmus reduzierte die Phonstärken wieder auf Normalmaß, bevor dann zum Finale das Musikschul-Rockprojekt so loslegte, wie man das wohl dieser Richtung seit 40 Jahren abverlangt und immer noch tut.

Hoffen auf Orchester-Zukunft

Fazit: Das Gruppenmusizieren ist bei der Musikschule im Aufwind. Das lässt für künftiges Orchestermusizieren vor Ort hoffen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE