Projekt "Wohnen am Schloss" geht gut voran.

Hückeswagen : Richtfest noch für dieses Jahr geplant

Im Dezember sollen die Rohbauarbeiten an den beiden Mehrfamilienhäusern des Bauprojekts „Wohnen am Schloss“ abgeschlossen sein. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten rechnet der Architekt für die zweite Jahreshälfte 2019.

Architekt Ralf Eversberg ist zufrieden: Das Bauprojekt „Wohnen am Schloss“ mit seinen beiden Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 22 Wohnungen verläuft nach Plan. Der Hückeswagener Architekt mit Büro in Remscheid sagte dieser Redaktion: „Ich gehe mal davon aus, dass wir noch in diesem Jahr das Richtfest feiern können. Ich bin da sehr guter Dinge.“ Wo in den vergangenen Jahren absoluter Stillstand herrschte, das Areal nach dem Abbruch des ehemaligen Schlosshotels, in dem sich zuletzt die Diskothek „Holzwurm“ befunden hatte, für sechs lange Jahre brachlag, geht es nun also ganz schnell. Was mehrere Investoren nicht geschafft hatten, setzt Eversberg konsequent um. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten rechnet der Architekt für die zweite Jahreshälfte 2019.

In der vergangenen Woche habe man mit den Mauerarbeiten im zweiten Obergeschoss angefangen, Anfang Dezember solle die letzte Betondecke im Haus Bachstraße 1a gesetzt werden. „Kurz vor Weihnachten planen wir dann, die letzte Decke im Haus Bachstraße 1 zu setzen. Und dann kann das Richtfest kommen“, sagte Eversberg, der in der Schloss-Stadt über jede Menge Bauerfahrung verfügt und das Prestigeprojekt „Wohnen am Schloss“ im Frühjahr dieses Jahres auf den Weg gebracht hat. Anfang Mai begannen die Erdarbeiten, bei denen alleine 3500 Kubikmeter Erde bewegt wurden. Nur wenig später ging es mit dem Rohbau los, der sich nun, nach rund einem halben Jahr, seinem Ende zuneigt.

Dabei hatte es lange Jahre so ausgesehen, als würde die Fläche an prominenter Stelle in der Stadt ungenutzt bleiben. Im Oktober 2011 hatte zunächst der Hückeswagener Jürgen Hartmann das Gelände erworben, um dort drei Häuser mit 33 Wohnungen zu bauen. Daraufhin hagelte es große Kritik aus Bevölkerung und Politik, weshalb Hartmann das Projekt im April 2016 aufgegeben hatte. Kurzfristig war die Runkel-Unternehmensgruppe aus Siegen eingesprungen, hatte aber nur ein Jahr später ebenfalls die Segel gestrichen – aus Mangel an Interessenten. Dann kam Ralf Eversberg ins Spiel. Das Wetter sei beim Bau auf ihrer Seite gewesen, sagte der Architekt. „Klar waren die Witterungsbedingungen günstig. Es ist dabei natürlich auch eine nicht kleine Baumaßnahme.“ Umso schöner sei es da, dass soweit alles nach Plan verlaufen sei. „In einem der beiden Häuser kommen dieses Jahr auch noch die Fenster rein“, sagte Eversberg. Außerdem würden Notabdichtungen der Dachdecker in beiden Häusern installiert, so dass die Verlegung der Rohinstallationen für Heizung, Elektro und Sanitär im Januar beginnen könnten.

Ebenfalls in den ersten Wochen des neuen Jahres würden die Sole-Bohrungen für die Heizungsanlagen beginnen. „Das hängt ein bisschen davon ab, wie lange der Kran steht. Aber ich gehe davon aus, dass es Ende Januar, Anfang Februar soweit sein wird“, sagte der Architekt. Für die Wärmepumpen – jedes Haus wird eine eigene bekommen – müssten insgesamt 1,2 Kilometer Bohrungen vorgenommen werden. Mit Überraschungen rechnet Eversberg hier nicht. „Die geologischen Gegebenheiten sind uns ja von den umliegenden Häusern bestens bekannt“, betonte der Architekt.

Die 22 Wohnungen seien schon früh sehr beliebt gewesen. „Der Bedarf an Wohnraum in Hückeswagen ist hoch. Dazu kommt das anhaltend niedrige Zinsniveau, das für viele Interessenten einen Wohnungskauf attraktiv macht“, sagte Eversberg. Ebenfalls wichtig sei die schöne Lage unterhalb des Hückeswagener Wahrzeichens, die ja auch mit einer attraktiven Stadtnähe einhergehe. Folgerichtig seien von den 22 Wohnungen auch bereits 20 veräußert. Bezugsfertig sollen die Wohnungen im Herbst des kommenden Jahres sein.

Mehr von RP ONLINE