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Hückeswagen: Polizei-Tipps zur Vorbeugung

Hückeswagen : Polizei-Tipps zur Vorbeugung

Kriminalhauptkommissar Walter Steinbrech gibt zahlreiche Tipps, die helfen können, dass Einbrecher ein Haus oder eine Wohnung verschonen. Selbstverständlich ist, dass Fenster und Garagen nie offen stehen sollten. "Eine offen stehende Garagentür lädt die Täter ein", verdeutlicht der Experte.

Denn steht kein Auto in der Garage, gehen sie davon aus, dass die Bewohner weggefahren sind.

Fenster und Türen, besonders die Griffe und Beschläge, sollten technisch modern gesichert sein, weil die Einbrecher meistens nur ein Hebelwerkzeug wie einen Schraubendreher mit sich tragen. Die Hälfte der Einbrecher steigt laut Steinbrecher über die Terrassen- oder Balkontür ins Gebäude ein. Wer einen sehr guten Standard bei seinen Fenstern haben möchte, sollte beim Kauf darauf achten, dass es Fenster nach DIN EN 1627 sind, die mindestens Widerstandsklasse (RC) 2 haben. "Bei diesen ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion — Rahmen, Beschlag, Verglasung — keine Schwachpunkte gibt", heißt es in der Polizei-Broschüre "Ungebetene Gäste", die sich mit dem Einbruchschutz auseinandersetzt und die es kostenfrei bei der Polizei gibt. Wer nur die Jalousien vor Fenstern herunterlässt, der ist nicht ausreichend geschützt, betont Steinbrech. Denn die Rollos sind von den Tätern schnell hochgeschoben.

Bewegungsmelder oder Lichtleisten sollten möglichst weit oben an einem Haus angebracht werden, damit sie nicht zerstört werden können. Plötzlich aufhellende Scheinwerfer können Einbrecher ebenfalls abschrecken. Das gilt auch für Licht in Wohnungen. Es sollte jedoch richtiges Licht sein und nicht nur kleines Weihnachtslicht, weil das nicht die Anwesenheit einer Person signalisiert. Möglich zur Abschreckung und Vortäuschung der Anwesenheit sind optische Geräte (Fernseh-Simulation) oder akustische (Gebell eines großen Hundes).

Bei Häusern sollten Namensschilder von leer stehenden Wohnungen nicht abgeschraubt werden, damit nicht der Leerstand einer Wohnung signalisiert wird.

Wenn es klingelt, man aber nicht aufmachen will, sollte man an einem Fenster zumindest seine Anwesenheit signalisieren, rät der Kriminalhauptkommissar.

(wos/büba)