Polizei findet Waffen bei Mann aus dem Oberbergischen

Handel im Darknet: Zoll findet Waffen bei Mann aus dem Oberbergischen

Zwei Schrotflinten, eine Maschinenpistole und eine Pistole - diese Waffen hat der Zoll bei einem Mann aus dem Oberbergischen Kreis gefunden. Im Darknet hatte er Munition bestellt.

Durch seine Aktivitäten im Darknet, einem verschlüsselten Teil des Internets, kamen die Ermittler auf die Spur des Mannes, bei dem der Zoll außerdem etwa 1000 Schuss Munition, verbotene Pyrotechnik und Schwarzpulver fand. Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main hatte seit April gegen den Mann ermittelt. Die Ermittlungen standen im Zusammenhang mit umfangreichen Ermittlungen gegen den illegalen Waffenhandel im Darknet. "Aufgrund der Art und des Umfanges der Sicherstellungen sticht dieser Fall besonders hervor", sagte Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher des Zollfahndungsamtes.

Genehmigungen für den Besitz von Waffen und Munition besaß der Mann nicht. Bei der sichergestellten Maschinenpistole handelt es sich um eine britische "Sten MK5" aus dem Zweiten Weltkrieg, die ursprünglich eine Dekorationswaffe war und vermutlich von dem Industriemechaniker manipuliert wurde. Ob sie schussfähig ist, muss ein Gutachten zeigen.

(sef/BM)