Politik stimmt für Verbindungsstraße zwischen Brunsbachtal und Kölner Straße

Planungsausschuss : Mit dem „Eschelsberg“ kommt die Spangenstraße doch noch

Der Planungsausschuss entschied sich in seiner Sondersitzung am Montagabend einstimmig für die Verbindung vom Brunsbachtal zur Kölner Straße.

Durch das Neubaugebiet „Eschelsberg“ wird eine in beide Richtungen befahrbare Durchgangsstraße gebaut, die künftig das Brunsbachtal mit der oberen Kölner Straße verbindet. Der Fachausschuss gab damit grünes Licht für ein Projekt, das vor vielen Jahren und noch unter Bürgermeister Uwe Ufer unter dem Arbeitstitel „Spangenstraße“ lief. Von einem Neubaugebiet im Brunsbachtal war damals noch keine Rede, wohl aber von einer neuen Straße, die die Kölner Straße und die Altstadt vom Verkehr entlasten sollte. Dass sie dann unter Ufers Nachfolger Dietmar Persian doch nicht gebaut wurde, lag am fehlenden Geld. Den offiziellen Beschluss muss der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung fassen.

Mit den Plänen für den „Eschelsberg“ hat sich die Ausgangssituation verändert: Der Straßenneubau ist zwingend notwendig zur Erschließung des Wohngebietes am Hang zwischen dem Brunsbachtal und der Kölner Straße. Die Frage war letztlich nur, ob eine durchgängige Verbindung gebaut wird oder Wohnstraßen, die in Wendehämmern und vor Pollern enden, um den Durchgangsverkehr draußen zu halten. Darauf gab der Ausschuss nun mit seinem Beschluss eine klare Antwort. Sie entspricht der Empfehlung der Stadtverwaltung, die sich ebenfalls für die durchgängige Verbindung ausgesprochen hatte.

Das werde zu Verschiebungen im Verkehrsfluss führen, sagte Bauamtsleiter Andreas Schröder. Wer zum Beispiel im „Weierbachblick“ wohnt und in Richtung Remscheid fahren will, wird künftig vermutlich die neue Straße nutzen, um auf kürzerem Weg durch das Neubaugebiet ins Brunsbachtal und von dort zur B 237 zu kommen. Dadurch würde die enge untere Kölner Straße vom Durchgangsverkehr entlastet. Auf der anderen Seite werden Anwohner des Neubaugebietes unter Umständen den Weg über die Kölner Straße nehmen, um in die Altstadt und ins Stadtzentrum zu kommen.

Die neue Straße soll jedenfalls so angelegt werden, dass sie nicht zur „Raserstrecke“ und damit zur Belastung für Anwohner im neuen Wohngebiet werden kann. Nachgedacht wird unter anderem über Aufpflasterungen in der Fahrbahn, auch eine Tempo-30-Zone wäre denkbar.

Im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet fasste der Ausschuss einen weiteren Beschluss einstimmig: Für die neue Löwengrundschule im Brunsbachtal wird ein Teilbereich des Plangebiets abgetrennt und ein eigener Bebauungsplan aufgestellt. Dieser Bereich bekommt Priorität bei der Umsetzung, während der Bebauungsplan fürs Wohngebiet normal fortgeführt wird.

Hintergrund ist, dass die neue Schule bis Ende 2021 bezugsfertig sein muss, weil dann die Betriebserlaubnis für das heutige Schulgebäude an der Kölner Straße wegen mangelhaftem Brandschutz ausläuft. Die Verwaltung hatte dem Ausschuss die Teilung des Bebauungsplanes empfohlen, um darüber das Verfahren für den Schul-Neubau zu beschleunigen.

Mehr von RP ONLINE