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Hückeswagen: Pflitsch spendet 5000 Euro für Schulen

Hückeswagen : Pflitsch spendet 5000 Euro für Schulen

Als Starthilfe für den Ausbau eines gemeinsamen und vor allem zeitgemäßen Schul-Medienkonzeptes überreichte die Firma Pflitsch am Donnerstag fünf Schecks in Höhe von jeweils 1000 Euro an die Hückeswagener Schulen. "Ich weiß, das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein" sagte Geschäftsführer Harald Pflitsch. Doch er hofft auf viele Nachahmer.

Michael Kirch, zuständiger Fachbereichsleiter für die städtischen Schulen, rechnet für den technologischen Ausbau mit Kosten von bis zu 200.000 Euro. Da kam die vorweihnachtliche Bescherung der Firma Pflitsch von insgesamt 5000 Euro für die Hückeswagener Schulen gerade recht. Als Gesellschafter in der dritten Generation war Harald Pflitsch bei seinem Eintritt in das Familienunternehmen ausschließlich für Innovation zuständig. Er war es, der die EDV-Technik in das Unternehmen brachte. Eine mühselige Arbeit und eine enorme Umstellung, berichtete er am Donnerstag bei der Übergabe des Geldes. Damit bewies der heutige Geschäftsführer aber Weitsicht: "Heute wären wir ohne die EDV hilflos", sagte er. Pflitsch weiß besser wie kein zweiter, wie wichtig Medienkompetenz in der Industrie ist, und demnach auch für junge Leute und ihre beruflichen Perspektiven.

Die technische Weiterentwicklung der Schulen stuft auch Bürgermeister Dietmar Persian als "sehr wichtig" ein. "In kaum einem Beruf geht es heute noch ohne Technik. Selbst für den Alltag sind diese Kenntnisse notwendig geworden." Daher bedankte er sich beim Unternehmer, "für diese und andere Aktionen, mit denen die Firma Pflitsch immer wieder Verantwortung für die Region und die Menschen in Hückeswagen zeigt", sagte er.

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Drei bis fünf Jahre, je nach Spendenaufkommen, soll es dauern, bis alle Schulen auf demselben technischen Stand sind. Bis Ende dieses Jahres will Kirch den genauen technischen Bestand aufgelistet haben. Danach soll ein gemeinsames Konzept entstehen. Es sei schwierig, die richtigen Mittel anzuschaffen, sagte Kirch. "Wir wissen ja nicht, wie Schule in zehn oder 15 Jahren aussehen wird." Ob es sich beispielsweise noch lohne, Rechner anzuschaffen oder eher Tablets, darüber soll mit den Schulen beraten werden. Schulleiter und Vertreter der zwei Grund- sowie einer Haupt-, Real- und Förderschule zeigten sich dankbar für die finanzielle Unterstützung durch das Traditionsunternehmen.

Doch neben dem technischen Ausbau wünschen sich die Pädagogen von der Stadt vor allem eins: einen festen Ansprechpartner und Unterstützung für die Pflege der Technik. "Es kann nämlich nicht sein, dass die wenigen Kollegen, die sich etwas besser mit der Technik auskennen, immer wieder ihren Unterricht verlassen müssen, um sich um technische Probleme zu kümmern", sagte Ingelore Jacobs, Leiterin der Grundschule Wiehagen. Auch da bot Harald Pflitsch mit einem EDV-Schulungsangebot Unterstützung an.

(sebu)