Pfarrgemeinde lässt Gehweg im Goethetal verkommen

Bürgermonitor : Gemeinde lässt Gehweg verkommen

Kritik regt sich an dem Zustand des Fußwegs im Goetehtal an der Mauer unterhalb der Pfarrkirche: Unkraut wuchert in den Weg hinein, der Parkplatz daneben ist eine Müllhalde.

Wie (Un-)Kraut und Rüben sieht es an der Goethestraße unterhalb der katholischen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt aus. Die Stellflächen für Autos sind mit Unrat übersät, auf einem Parkplatz hat jemand sogar die Tüte einer Fast-Food-Kette abgestellt, statt sie in den Mülleimer zu werfen. Doch was vor allem ins Auge fällt, ist das Unkraut, das aus den Ritzen zwischen Mauer und Gehweg sprießt. Das ist an manchen Stellen mittlerweile so lang, dass es große Teile des Fußwegs überdeckt.

„So sieht es schon zwei Jahre lang im Goethetal unterhalb der Katholischen Kirche aus, und scheinbar ist keiner dafür zuständig“, kritisiert Harald Gay am Bürgermonitor unserer Redaktion. Damit ist er nicht alleine. Ein ältere Frau, die nahe der Mauer wohnt, redet Klartext: „Das ist eine Sauerei – von wegen ,Hückeswagen die Perle des Bergischen Lands’.“ Die Anwohnerin habe schon Kondome und Monatsbinden im Bereich der Parkplätze liegen sehen. Ebenfalls nicht gerade appetitlich. Wegen des wuchernden Unkrauts hat sie die Befürchtung, dass sich etwa die Rollatoren der Bewohner des Wohnheims „Haus Drei Birken“, die den Bürgersteig auf dem Weg in die Innenstadt nutzen, in den Pflanzen verfangen und womöglich stürzen.

Verantwortlich für die Sauberkeit und Gehwegsicherung ist in diesem Fall jedoch nicht die Stadt Hückeswagen, sondern die katholische Kirchengemeinde – „weil sie Anlieger ist und die Reinigung der Gehwege nach städtischer Satzung auf diese übertragen ist“, erläutert Bauamtsleiter Andreas Schröder auf Anfrage unserer Redaktion.

Pfarrer Marc D. Klein wollte sich sofort um das Thema kümmern, das ihn aber augenscheinlich etwas überrascht hatte. „Wir sind immer dankbar für Hinweise, ich werde das an unseren Hausmeister weiterleiten“, sagte er auf Anfrage unserer Redaktion. Konkret kenne er die Situation nicht. Aber bei seinen regelmäßigen Besuchen in der Gemeinde werde er sich des Themas nun annehmen. „Die Sorge der Anwohner um die Optik ist sehr löblich“, sagte er. Und ergänzte mit einem Schmunzeln: „Wir freuen uns, wenn sich die Menschen rege an den Aktivitäten unserer Kirchengemeinde beteiligen.“ Die Hückeswagener seien da auch schon in der Vergangenheit immer besonders sensibel gewesen.

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