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Pfarreiengemeinschaft Radevormwald-Hückeswagen lud zum Neujahrsempfang

Katholische Kirche : Katholiken begrüßen das neue Jahr

Zum Neujahrsempfang des Pfarreiengemeinschaft Radevormwald-Hückeswagen kamen viele Mitglieder aus beiden Städten.

Traditionell lädt die Pfarreiengemeinschaft Radevormwald-Hückeswagen die Mitglieder aus beiden Gemeinden Anfang des neuen Jahres zum Neujahrsempfang. Dieser findet immer im Wechsel in einer der beiden Städte statt, am vergangenen Sonntag fanden sich so nach der Elf-Uhr-Messe rund 90 Gläubige im Hückeswagener Gemeindezentrum ein. Pastor Marc D. Klein begrüßte jeden Einzelnen mit Handschlag. Ein symbolisches Zeichen, denn die Stimmung unter den katholischen Christen war gelöst. Das Gefühl einer Gemeinde, die sich mit sich im Einklang befand, kam auf – auch wenn Klein, vielleicht nur halb scherzhaft, meinte: „Vielleicht müssen wir künftig Sitzplätze verlosen, damit es sich an den Tischen unter den Gemeinden noch ein wenig mehr vermischt.“

Zunächst richtete Michael Zlobinski, Vorsitzender des Hückeswagener Pfarrgemeinderats, das Wort an die Anwesenden. „Wir dürfen gewiss sein, dass wir auch im diesem Jahr wieder Gemeinschaft mit vielen Menschen und Gott erleben dürfen.“ Er blickte kurz auf einige Veranstaltungen des Jahres zurück – das zum 40-jährigem Bestehen von St. Katharina auf Wiehagen und jenes zum 175-jährigen Bestehen der katholischen Frauengemeinschaft. Zlobinski rief zudem dazu auf, dass künftig vermehrt ehrenamtliche Helfer bei der Vorbereitung und Planung von Veranstaltungen aktiv würden. „Denn dann können sich die Pfarrgemeinderäte in unserer Pfarreiengemeinschaft noch intensiver um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern“, sagte Zlobinski.

Als neuer Verwaltungsleiter stellte sich Henry Wuttke vor. „Ein kleiner Teil meiner Aufgaben ist es, mich um die weltlichen Dinge in der Pfarreiengemeinschaft zu kümmern. Kommen Sie gerne auf mich zu.“

Die Pfarrkirche St. Marien in Radevormwald. Foto: Stefan Gilsbach

Pastor Klein ging vor allem auf die Bilanz der vergangenen zwölf Monate ein. Die Zahlen seien indes keineswegs nüchtern zu betrachten, denn hinter jeder Zahl stehe ein Mensch mit seiner ganz individuellen Geschichte, sagte Klein. „Daher ist es besonders interessant, darauf zu blicken. Denn sie sind letztlich Spiegelbild der Entwicklung unserer Gemeinden - gerade auch in Bezug auf den pastoralen Zukunftsweg.“ Dabei stünden 54 Taufen 111 Todesfällen und 71 Kirchenaustritten gegenüber. „Es gab keine Wiedereintritte in 2019 – dafür aber vier Konversionen. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir diese vier Menschen nicht enttäuschen werden und sie sich wohlfühlen in unserer Gemeinschaft. In Radevormwald sind wir derzeit 5071 katholische Christen, in Hückeswagen 4053. Allerdings liegen die Kirchenbesuche bei nur sechs Prozent, was deutlich unter dem Schnitt im Erzbistum Köln ist“, sagte Klein.

Der Pastor fügte hinzu: „Es ist schmerzlich, auf diese Zahlen zu sehen. Aber es ist auch notwendig, damit wir vielleicht den einen oder anderen wieder zurück in unsere Gemeinschaft lotsen können.“ Das Sakrament der Erstkommunion wurde 60 Kindern gespendet, gefirmt wurden 45 Jugendliche, zwölf Paare wurden getraut.

Besonderen Grund zur Freude hatte Gemeindereferentin Jutta Grobe. Und zwar über das hervorragende Spendenergebnis der Sternsingeraktion für Kinder im Libanon. „Es ist das drittbeste Ergebnis in den 17 Jahren. Insgesamt wurden von unseren fleißigen Sternsingern 13.840,24 Euro gesammelt“, sagte Grobe. Besonders schön sei in der Vorbereitung gewesen, dass sowohl einige „alte Hasen“, die teils schon seit Jahrzehnten mit den Kindern und Enkelkindern unterwegs waren, aber auch viele neue Familien durch ihren Einsatz zu diesem guten Ergebnis beigetragen hätten.