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Hückeswagen: Party ohne Stau mit Siegerländer Coverband "A 4"

Hückeswagen : Party ohne Stau mit Siegerländer Coverband "A 4"

Beim Abschlusskonzert der Open-Air-Reihe "Hückeswagen live" gab es Kritik von Besuchern und vom Konzertmanager.

Das für dieses Jahr letzte Konzert der Open-Air-Reihe "Hückeswagen live" war besinnlich und persönlich. Die Gäste auf dem Schlossplatz wünschten sich mehr private Kommunikation als ausgelassene Partystimmung. So ließen die sechs Mitglieder der Siegerländer Partyband A4 die Abschlussveranstaltung musikalisch mit einem gemäßigten Tempo ausklingen. Selbst mit Partykrachern wie "Marmor, Stein und Eisen bricht" von Drafi Deutscher überzeugte Frontfrau Ann-Christin Schmidt die Hückeswagener nicht davon, sich von ihren intensiven "Stammtischgesprächen" ablenken zu lassen.

Die Hückeswagener bedauerten, dass der musikalische Sommer endete. "Es war schade, dass es in diesem Jahr hier auf dem Schlossplatz nur drei Konzerte gegeben hat. Die Saison hätte gern länger sein können", sagte Besucher Axel Mundt. Er genießt seit Jahren das kulturelle Sommerangebot von Stadtmarketing und Konzertveranstalter Ingo Janson. "Seit Jahren treffen wir hier regelmäßig unsere Freunde, weil die Atmosphäre angenehm und entspannt ist", sagte er und betonte, dass man es den Anwohnern rund um den Schlossplatz hoch anrechnen müsse, dass sie seit acht Jahren eine großzügige Toleranz gegenüber Publikum und Bühnenlärm bewiesen haben. Es gab aber auch kritische Bemerkungen. So empfanden mehrere Konzertbesucher die Auswahl der Bands nicht ganz so gelungen. "Man gewinnt den Eindruck, dass das Niveau der Veranstaltung in Quantität und Qualität gesunken ist", meinten einige.

Auch Konzertmanager Ingo Janson bewertet die Entwicklung von "Hückeswagen live" kritisch. "Die Besucherzahlen sind rückläufig, selbst wenn es nicht regnet. Daher lassen sich die Kosten der Veranstaltung ohne Sponsoren nicht auffangen", sagte er. Für Janson war der Konzertsommer deshalb auch kein Erfolg. Nicht nur die extrem feuchte Witterung, sondern auch die komprimierte Zusammenlegung mehrerer Großveranstaltungen wie Schützenfest, Sommerbob-Wochenende und bevorstehendes Altstadtfest überfrachte die Kleinstadt Hückeswagen kulturell.

"Natürlich bin ich daran interessiert, meine Bühne auch im nächsten Sommer wieder auf dem Schlossplatz aufzubauen, aber dann müssen wir mit dem Stadtmarketing und unseren Sponsoren über eine Veränderung der Rahmenbedingungen und der Risikoverteilung diskutieren", sagte der Manager der Konzertagentur Ja-Ma. Nach acht Jahren habe sich das bisherige Veranstaltungskonzept eventuell auch abgenutzt. Das Stadtmarketing ist an diesen Diskussionen sehr interessiert, denn der Konzertsommer auf dem Schlossplatz soll nicht sterben. "Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, den Hückeswagenern dieses besondere kulturelle Erlebnis zu erhalten", sagte Ina Matuschzik vom Stadtmarketing.

(mapa)