Brauchtum Osterfeuer bis 5. April anmelden

Hückeswagen · Einfach ein Osterfeuer entfachen ist in Hückeswagen seit sieben Jahren nicht mehr möglich. Es muss bei der Stadtverwaltung angemeldet werden, außerdem sind einige Regeln zu beachten. Anmeldeschluss ist der 5. April.

 Wer in Hückeswagen ein Osterfeuer entzünden will, muss es bis zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt der Stadt angemeldet haben.

Wer in Hückeswagen ein Osterfeuer entzünden will, muss es bis zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt der Stadt angemeldet haben.

Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Nachdem vor einigen Jahren fast jede Straße in Hückeswagen ihr eigenes Osterfeuer entzündet hatte – 2011 brannten im gesamten Stadtgebiet gleich 138 (!) –, hatte die Stadtverwaltung die Brauchtumsfeuerverordnung verschärft. Denn eine Kontrolle sei nicht mehr möglich gewesen, argumentierten die Verantwortlichen im Rathaus, weswegen sie sich für einen zusätzlichen bürokratischen Aufwand seitens der Antragsteller entschlossen. Das hat deutlich abgeschreckt: In den vergangenen beiden Jahren beispielsweise wurden nur noch etwa 50 Feuer angemeldet.

Noch sind’s dreieinhalb Wochen bis Ostern, aber die Brauchtumsfeuer, die nur Ostersamstag, 20. April, und -sonntag, 21. April, brennen dürfen, müssen zwei Wochen vorher – also bis zum 5. April – schriftlich oder online beim Ordnungsamt der Stadt angemeldet werden, wie Monika Podszus von der Verwaltung mitteilt. Das Ganze ist kostenfrei. Auf der Internetseite der Stadt, www.hueckeswagen.de, ist unter dem Link „Osterfeuer“ ein Formular zu finden, das Veranstalter herunterladen und beschriften können. Es kann aber auch im Bürgerbüro, Bahnhofsplatz 8, ausgefüllt werden.

Dabei sind einige Regeln zu beachten: Erforderlich sind eine schriftliche Anmeldung, umfassende Angaben zum Veranstalter, zum Feuer selbst und zu den mindestens zwei Aufsichtspersonen. Es muss sich um eine öffentliche, frei zugängliche Veranstaltung handeln, zu der Vereine oder Nachbarschaften einladen. Wichtig ist ein Lageplan, der auch als Handskizze eingereicht werden darf. Die Stadtverwaltung verweist vor allem auf die Sicherheitsabstände, die bei einem Osterfeuer eingehalten werden müssen, um Menschen, Gebäude oder Waldgebiete nicht zu gefährden. Auch darf das Holz mit Blick auf Wildtiere, die die Holzstapel gerne als Unterschlupf nutzen, erst zwei Tage vor dem Abbrennen aufgestapelt werden, zudem ist es noch einmal umzuschichten.

Verbrannt werden darf nur unbehandeltes Holz; tabu sind Schränke, Sperrholz oder Reifen. Wer gegen die Auflagen verstößt, muss mit einem Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit mit Kosten von bis zu 5000 Euro rechnen. Die Stadt kündigt zudem Kontrollen durch das Ordnungsamt und die Feuerwehr am Osterwochenende an.

(büba)
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