Hückeswagen: Osterfeuer in Funkenhausen hat eine lange Tradition

Hückeswagen: Osterfeuer in Funkenhausen hat eine lange Tradition

Seit zirka 20 Jahren entzündet Landwirt Ernst Wüster auf seiner Wiese in Funkenhausen in der Nacht zu Ostersonntag ein großes Feuer. Am Samstagabend war es das siebte Osterfeuer im Namen des CVJM Herweg. "Wir laden dazu öffentlich ein, und jedes Jahr werden es mehr Leute, die kommen", freute sich Daniel Zielke. Etwa 65 Gäste saßen auf den Bänken, aßen Würstchen und wärmten sich am heißen Punsch. Denn bis das Feuer loderte und die Kälte vertrieb, dauerte es eine ganze Stunde lang. Der Regen in der Nacht zuvor hatte das Holz durchnässt. Mit einer kräftigen Flamme aus dem Gasbrenner und mehreren trockenen Heuballen gelang es dann aber doch, das Osterfeuer zu entfachen.

In Hückeswagen gab es rund 50 dieser Feuer zum Osterfest. Es hat eine jahrhundertelange Tradition und wird in vielen Ländern zum Fest entzündet. Das Osterfeuer gilt als Symbol für die Wiederauferstehung Jesus Christus aber auch zur Vertreibung des Winters. Inzwischen ist es vielfach Anlass, sich mit Freunden und Bekannten zu treffen. "Die Kinder freuen sich schon immer sehr darauf", sagte Diana Weber aus Morsbach. Die besucht jedes Jahr mit ihrer Familie das Funkenhausener Osterfeuer in ihrer ehemaligen Heimatstadt.

Als die Flammen kleiner wurden, durfte dann auch Stockbrot in der Glut gebacken werden - ein besonderer Höhepunkt, auf den sich die Kinder freuen. "Es ist ein tolles Osterfeuer, und Feuer hat sowieso immer etwas Faszinierendes", sagte Christiane Frankenbach aus Radevormwald, die zum ersten Mal zum CVJM Herweg gekommen war.

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Am Vortag hatten viele Helfer in drei bis vier Stunden das Holz, das über das Jahr gesammelt wurde, gekonnt aufgeschichtet. "Bisher musste das Osterfeuer nur einmal ausfallen, weil es zu stark geregnet hatte", erinnerte sich Daniel Zielke.

(heka)