Originelle Pizza-Back-Aktion in Hückeswagen

Aktion für die Jugend : „Zukunft Jugend“ backt Pizza im Akkord

Zum fünften Mal backte der Förderverein für die Jugendarbeit der evangelischen Kirche Pizza im Gemeindezentrum Lindenberg. Rund 150 Pizzen wurden verkauft. Der Erlös kommt wieder zu 100 Prozent der Jugendarbeit zugute.

An einem Tag im Jahr macht der Verein „Zukunft Jugend“ der evangelischen Kirchengemeinde den ansässigen Pizzerien Konkurrenz. Am Samstag war es wieder so weit: Nach einer Kreativpause im vorigen Jahr wurden im Gemeindezentrum Lindenberg wieder rund 150 Pizzen im Akkord gebacken. Der Erlös aus dem Verkauf ist für die Jugendarbeit in der Gemeinde bestimmt.

Thomas und Nadja Böhm koordinierten die Vorbestellungen in Form von Zettelstapeln, die nach Uhrzeiten geordnet waren „Es muss ein System dabei sein, sonst ist das gar nicht machbar“, war sich Nadja Böhm sicher. Die vielen fleißigen Helfer können dabei von ihren Erfahrungen profitieren. Immerhin gab es die Pizza-Aktion nun schon zum fünften Mal. Zunächst wurde ein professioneller Pizza-Ofen ins Foyer des Gemeindezentrums gekarrt sowie sämtliche Zutaten besorgt.

Im angrenzenden Veranstaltungssaal warteten 14 Tischgruppen, dekoriert mit hübschen Blumenarrangements, sowie Pizzabrötchen und Kräuterbutter auf die Gäste. Es gab einen Service für die Getränke und eine Salatbar. An einem Tisch hatten Irmtraud Fiebig und Uschi Kremer Platz genommen. „Ich habe mich erst am letzten Tag angemeldet“, verriet Uschi Kremer, die mit ihrer Pizza-Bestellung den Förderverein unterstützen möchte. „Zu Hause sitzt man alleine, hier hat man Gesellschaft“, fügte sie hinzu. Dass keine Profis am Werk waren, merkte Irmtraud Fiebig: „Der Rand der Pizza ist etwas hart geworden“, bedauerte die Hückeswagenerin. Dennoch ist sie ein treuer und regelmäßiger Gast der Pizza-Aktion. Auch Birgit und Klaus Bever nutzten die Möglichkeit im Gemeindezentrum den Samstagabend zu verbringen. „Das ist eine gute Gelegenheit, die Atmosphäre zu genießen und mit anderen ins Gespräch zu kommen“, sagte Birgit Bever.

Selbstverständlich war es ebenso möglich, die vorbestellte Pizza abzuholen oder sich nach Hause liefern zu lassen. Dafür standen drei private Pizza-Taxis bereit, die im gesamten Stadtgebiet unterwegs waren – für eine Großbestellung sogar bis nach Bergisch Born. Hans-Rolf Saxert kam persönlich vorbei und wunderte sich über den günstigen Preis. „Elf Euro für beide Pizzen?“ fragte er ungläubig und gab ein großzügiges Trinkgeld.

Die Einnahmen aus der Pizza-Aktion sind für die Jugend der Kirchengemeinde bestimmt „Es sollen neue Outdoor-Spiele angeschafft werden“, kündigte Michael Weber, Vorsitzender von „Zukunft Jugend“ an. Außerdem unterstützt der Verein mit dem Geld Fortbildungen der Gruppenleiter wie auch die Stelle der Jugendleiter. Mit Samuel Heymann wurde bereits ein Leiter für die Kindergruppen gefunden. Die Jugendleiterstelle ist weiter vakant. „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir irgendwann einen finden werden“, sagte Weber, bevor er die nächste Teigkugel zu einem Pizzaboden ausrollte. Hannah (16), Philipp (23) und Fion (15) sorgten für den richtigen Belag, bevor die Pizzen im Backofen verschwanden. Die gesamte Arbeitsschicht ging rund um die Uhr. „Die ersten haben mit den Vorbereitungen schon um 11.30 Uhr angefangen“, berichtete Frauke Walder. Mit Aufräumarbeiten und einem gemütlichen Abschluss wurde es fast Mitternacht.

Einen Trend konnten die Hobby-Pizzabäcker in diesem Jahr deutlich feststellen: Die Pizza Hawaii mit Schinken-Ananas-Belag wurde mit Abstand am häufigsten bestellt, gefolgt von Pizza Tonno mit Thunfisch und Knoblauch. Am Ende waren alle Helfer erschöpft aber zufrieden. „Es ist ein Team-Event, das anstrengend ist, aber auch immer viel Spaß macht“, sagte Weber.

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