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Oktoberfest Hückeswagen: Drei Tage Partystimmung auf’m Holte

Oktoberfest in Hückeswagen : Drei Tage Partystimmung auf’m Holte

Eine Riesengaudi hatten die Gäste der Holter Wies’n am Wochenende. Die Löschgruppe Holte hatte auch in der dritten Auflage ein zünftiges Fest auf die Beine gestellt. Für Stimmung sorgten die Almstürmer und Mallorca-Star Almklausi.

Es wundert niemanden mehr, dass die Karten für die Holter Wies’n begehrt und schnell ausverkauft sind. Alle fünf Jahre stellt die Löschgruppe Holte das zünftige Oktoberfest im 1000-Mann-Festzelt auf die Beine – so auch wieder am vergangenen Wochenende. Die feierfreudigen Gäste ließen es sich nicht nehmen, in fescher Tracht zu erscheinen und bei Bier, Leberkäse und Stimmungsmusik eine ausgelassene Party zu feiern.

Ein Garant für gute Stimmung sind die Alpenstürmer aus Tirol, die es zum dritten Mal schafften, das Zelt am Samstagabend zum Beben zu bringen. „Es war ein unfassbar schöner Abend“, sagte Löschgruppenführerin Silke Lemmen. Aber auch die Partygäste am Freitagabend kamen nicht zu kurz. Kurz nach 21 Uhr rockte Mallorca-Star Almklausi die Bühne. Mit seinem Partyhit „Mama Laudaaa“ hatte er das Publikum direkt gepackt. Männer wie Frauen tanzten vor der Bühne und sagen die Partylieder kräftig mit. Der Party-Profi lieferte eine fantastische Show ab und scheute dabei auch das Bad in der Menge nicht. „In fünf Jahren komme ich wieder“, kündigte der Sänger an. Da Löschgruppen-Mitglied und DJ Tobi Beeck krankheitsbedingt ausfiel, legten DJ Nico und DJ Marc auf und hielten die Stimmung bis in die Nacht hinein aufrecht.

Offiziell eröffnet wurden die Holter Wies’n mit dem Fassanschlag von NRW-Justizminister Peter Biesenbach. Drei Schläge reichten aus. „Bürgermeister Persian hat vor fünf Jahren mehr Schläge gebraucht“, verriet Silke Lemmen lachend.

Für die dreitägige Großveranstaltung brauchte die Löschgruppe Holte jede helfende Hand. Somit packten nicht nur Feuerwehrmitglieder, sondern auch Verwandte, Freunde und Nachbarn mit an. Die gesamte Organisation – von der Planung, dem Einrichten und Schmücken des Zeltes bis zur Bewirtung der Gäste, stemmten die Kameraden sozusagen in Eigenleistung. „Ilona Gräf und Anke Hager hatten mit der Bewirtung alle Hände voll zu tun, aber dennoch viel Spaß bei der Arbeit. „Die Vorfreude ist die schönste Freude“, berichtete Ilona Gräf von der Vorbereitungsphase, die schon am Dienstag mit dem Zeltaufbau begonnen hatte. „Wir sind ein super Team, fast wie eine Familie. Hier oben auf’m Holte halten alle zusammen, sonst würde das gar nicht funktionieren“, fügte sie hinzu.

Zu den Gästen zählte auch eine 13-köpfige Delegation aus der Partnerstadt Königs Wusterhausen, die mit dem Flugzeug angereist war. Für Michael Leitert ist es ein Selbstverständlichkeit, bei solchen Ereignissen mit dabei zu sein. „Unsere Feuerwehren pflegen einen guten Kontakt seit über 20 Jahren“, betonte er. Etwas verspätete trafen die Kameraden des Löschzug Stadt am ersten Festabend ein. Sie mussten am Freitagabend noch einen brennenden Hochsitz in Buchholz löschen, wie Zugführer Mathias Pohl berichtete.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Familie. Mit Blasmusik des holländischen Musikvereins „Fanfare de Echo“, Hüpfburg, Kinderschminken und Traktoren-Ausstellung gab es viel zu erleben. Lediglich der Regen trübte den dritten Festtag der Holter Wies’n ein wenig. Ansonsten zeigten sich die Veranstalter überaus zufrieden mit der dritten Auflage ihrer bayerischen Wies’n-Gaudi. Die Löschgruppe Holte kann zurecht stolz auf diesen gelungenen Kraftakt sein. Als Dank laden die Holter alle Helfer zu den Mini-Wies’n ein, „aber wohl erst im Januar“, sagte Lemmen, die sich erst vom Feierstress erholen muss.