Wupper-Vorsperre in Hückeswagen: Ölsperre sammelt viel Unrat – Wupperverband entfernt sie

Wupper-Vorsperre in Hückeswagen : Ölsperre sammelt viel Unrat – Wupperverband entfernt sie

Vor gut einem Monat lief Öl vom Pflitsch-Gelände in die Wupper-Vorsperre. Spaziergänger hatten sie entdeckt und gleich dem Talsperrenbetrieb des Wupperverbandes gemeldet. Die setzten, in Absprache auch mit der Unteren Wasserbehörde des Oberbergischen Kreises und der Stadtverwaltung, Ölsperren ein.

„Das ausgelaufene Öl wird mit Bindemitteln aufgefangen“, berichtete damals Susanne Fischer, Sprecherin des Wupperverbandes.

Warum aber ist jetzt noch immer die Ölsperre im Wasser?, fragte BM-Leser Bernd Müller die Redaktion. „Da hat sich inzwischen viel Dreck gesammelt: Flasche, Unrat, Modder. Das sieht richtig unappetitlich aus“, sagt er. Er kann nicht verstehen, dass nach fast vier Wochen immer noch die Sperre benötigt werde.

Auf dem Gelände von Pflitsch war nach Firmenangaben eine geringe Menge Öl aus einem mit einer Ölwanne gesicherten Lagercontainer für ölhaltige Späne ausgetreten. Aufgrund der starken Regenfälle war damals das Öl über einen Regenwasserkanal mit dem Oberflächenwasser in die Wupper gelangt, teilte das Unternehmen mit. Im Auftrag von Pflitsch hatte eine Fachfirma den Ölfilm auf dem Wasser abgesaugt und das Werksgelände gereinigt.

Wie gestern der Wupperverband auf Nachfrage mitteilte, hätte die Untere Wasserbehörde veranlasst, die Ölsperre so lange noch als Vorsichtsmaßnahme auf der Wupper zu belassen, bis die Nacharbeiten durch die Firma abgeschlossen seien. Wupperverband-Sprecherin Ilona Weyer: „Die Talsperrenkollegen haben aktuell die Info von der Unteren Wasserbehörde des Kreises erhalten, dass die Ölsperre an der Fußgängerbrücke nun entfernt werden kann.“ Das werde in Kürze erfolgen, so Weyer. „Damit löst sich auch die Frage des Bürgers nach dem Unrat: Dieser wird dann mitentfernt.“

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