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Hückeswagen: Oberberg wird Träger des neuen Kollegs

Hückeswagen : Oberberg wird Träger des neuen Kollegs

Der Rheinisch-Bergische Kreis delegiert die Trägerschaft des neuen Berufskollegs mit Standorten in Wermelskirchen und Wipperfürth an Gummersbach. Die Kostenverteilung für das neue Kolleg erfolgt nach den Wohnsitzen der Schüler.

Die beiden Kreise scheinen sich bei der Auflösung des Zweckverbands des Berufskollegs Bergisch Land über die Modalitäten und Finanzierung einig geworden zu sein. Nun müssen die örtlichen Gremien der Städte Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen der Auflösung des Zweckverbandes und damit der geplanten Fusion der Berufskollegs Wipperfürth und Wermelskirchen zustimmen und die Kreistage von Oberberg und Rhein-Berg den offiziellen Beschluss fassen. Der Namensvorschlag für die neue Schule mit den gesicherten Standorten in Wipperfürth und Wermelskirchen lautet: Bergisches Berufskolleg Wipperfürth und Wermelskirchen.

Gesetzlich ist festgelegt, dass ein bestehender Zweckverband nicht zusätzlich die Trägerschaft einer neuen Schule übernehmen oder mit einem anderen Kreis eine gemeinsame Trägerschaft eingehen kann. Deshalb muss sich der Zweckverband auflösen. Der Rheinisch-Bergische Kreis wird Partner für eine Schulträgerschaft mit dem Oberbergischen Kreis; Rhein-Berg delegiert seine Trägerschaft an Oberberg. Damit ist der Oberbergische Kreis verantwortlich für die Organisation und Verwaltung der Schule. Bei wesentlichen strategischen Entscheidungen bleibt der Rheinisch-Bergische Kreis weiter eingebunden, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die Städte sind damit raus - sie können nur noch über ihre Kreistagsabgeordneten geringen Einfluss nehmen. Wipperfürth wird Hauptstandort der Schule, Wermelskirchen fungiert als Teilstandort.

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Als Träger der beiden Standorte übernimmt der Oberbergische Kreis zunächst auch die Kosten für das neue Bergische Berufskolleg. Wermelskirchen, immerhin Besitzer der Immobilie an der Kattwinkelstraße, wird die Gebäude an den Kreis vermieten. Der städtische Kämmerer dürfte sich über diese zusätzlichen Einnahmen freuen.

Die Kostenverteilung zwischen den beiden Kreisen erfolgt nach einem Kostenschlüssel - und zwar in Abhängigkeit davon, wie viele Schüler mit Wohnsitz in den beiden Kreisen das Berufskolleg besuchen. In den vergangenen Jahren kamen rund 25 Prozent der Schüler an beiden Standorten aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, etwa 75 Prozent aus dem Oberbergischen Kreis.

Das neue "Bergische Berufskolleg" wird insgesamt 2600 Schüler haben - rund 995 gehen in Wermelskirchen zur Schule, 1620 in Wipperfürth. Etwa 14 Prozent der Schüler des noch bestehenden Berufskollegs Bergisches Land kommen aus Hückeswagen, 25 Prozent aus Radevormwald und etwa 60 Prozent aus Wermelskirchen.

Die Entscheidung zur Fusion zum zweiten Halbjahr des Schuljahres 2016/2017, also zum 1. Februar 2017, ist den rückläufigen Schülerzahlen an den Berufskollegs geschuldet. Mit der Fusion sollen die Schulstandorte für die Zukunft gut aufgestellt sein, heißt es aus den beiden Kreisverwaltungen. Nach den Gutachten zur Schulentwicklung kamen sowohl der Oberbergischen Kreis als auch die Stadt Wermelskirchen zu dem Ergebnis, dass es sinnvoll sei, die Standorte beizubehalten, aber Kooperationen zu bilden. Denn sowohl Wipperfürth als auch Wermelskirchen bieten ein hochwertiges Bildungsangebot und sind damit ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort der jeweiligen Region.

(RP)