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Oberberg: Sehr belastendes Jahr 2020 für die Kraftfahrzeug-Branche

Kraftfahrzeug-Innung im Bergischen Land : Sehr belastendes Jahr für Kfz-Branche

Wichtig für das noch laufende Jahr ist ein reibungsloser Ablauf bei den Kfz-Zulassungsstellen im Gebiet der Kreishandwerkerschaft. Sehr lange Warte- und Bearbeitungszeiten wirken sich negativ aufs Kaufverhalten aus.

Ende des Jahres mehren sich die Rückblicke. Auch die Kraftfahrzeuginnung Bergisches Land mit ihren mehr als 320 Mitgliedsbetrieben in Leverkusen, im Rheinisch-Bergischen und im Oberbergischen Kreis blickt auf ein intensives zurück. Die Schließung der Verkaufsräume im Frühjahr, Schwierigkeiten mit den Kfz-Zulassungsstellen, Lieferengpässe bei Neuwagen und der deutlich erhöhte Umweltbonus für Elektro-Fahrzeuge prägten dieses besonderen Jahr 2020. „Solch ein Jahr möchten wir alle nicht noch einmal erleben“, sagt der Obermeister der Kraftfahrzeuginnung, Reiner Irlenbusch. „Dieses Jahr hat jeden massiv gefordert: Verkäufer, Mechatroniker, Servicemitarbeiter und ebenso die Bereichsleiter und Chefs. Gesundheitsthemen und Hygienevorschriften gehören in unserer Branche eigentlich nicht zu unseren täglichen Aufgaben und kamen in die-sem Jahr zu den zahlreichen weiteren Themen hinzu.“

Wichtig für das noch laufende Jahr ist ein reibungsloser Ablauf bei den Kfz-Zulassungsstellen im Gebiet der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. „Sehr lange Warte- und Bearbeitungszeiten wirken sich negativ aufs Kaufverhalten aus“, erläutert Obermeister Irlenbusch. Insbesondere im Hinblick auf den bevorstehenden „Mehrwertsteuer-Endspurt“ zum Jahresende appelliert er an die Behörden, die Kfz-Zulassung auch zwi-schen Weihnachten und Silvester möglich zu machen. Denn nur die Kunden, deren neues Fahrzeug noch in diesem Jahr zugelassen werde, könnten von der bis 31. Dezember befristeten Mehrwertsteuersenkung profitieren.

Der Oberbergische Kreis und Rheinisch-Bergische Kreis haben dies bereits bestätigt und ermöglichen diesen Service. Bei den Mitarbeitern und Entscheidungsträgeren bedankt sich der Obermeister der Kraftfahrzeuginnung Bergisches Land ausdrücklich. Die Antwort aus Leverkusen steht noch aus.

Lockdown im Frühjahr Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Autohäuser, die eine starke Wirtschaftskraft in der Region haben, ihre Ausstel-lungsflächen für fünf Wochen schließen. Selbst die Werkstätten litten im März und April unter einer deutlich reduzierten Auslas-tung, obwohl sie im Lockdown aufgrund ihrer Systemrelevanz weiter geöffnet waren. Viele Betriebe haben – teils erstmals in der Firmengeschichte – Kurzarbeit angemeldet.

Konjunkturpaket der Bundesregierung Anfang Juni Der Koalitionsausschuss hat eine Erhöhung der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge (Umweltbonus) beschlossen. Der Bundesanteil am Umweltbonus wird bis zum 31. Dezember 2021 als neue In-novationsprämie verdoppelt. Gehofft hatte die Automobilwirt-schaft auch auf eine Förderung von modernsten Verbrennungs-motoren (Schadstoffnormen Euro 6d-Temp und Euro 6d) und nicht nur auf ein Konjunkturpaket für ohnehin schon subventio-nierte Fahrzeuge mit alternativen Antrieben.

Verbesserte Situation im Sommer „Ab Juni hat sich die Lage in den Betrieben stetig verbessert“, berichtet Reiner Irlenbusch. „Doch eine gewisse Zurückhaltung der Kunden war und ist bis heute weiterhin spürbar. Gründe sind sicherlich die teils anhaltende Kurzarbeit mit der Folge, dass Pri-vathaushalte ihre Ausgaben gegebenenfalls auf ˋbessere Zeitenˊ verschieben. Auch Firmenkunden sind zurückhaltender und in-vestieren derzeit selten in neue Firmenfahrzeuge.“

 Obermeister der KfZ-Innung, Reiner Irlenbusch.
Obermeister der KfZ-Innung, Reiner Irlenbusch. Foto: Kreishandwerkerschaft Bergisches Land

Abschließend dankt Irlenbusch, ausdrücklich allen Mitarbeitern in den Autohäusern und Werkstätten, für ihr Verständnis für alle notwenigen Pandemie-Maßnahmen, ihr Vertrauen in die jeweiligen Chefs und ihren Einsatz, auch in sehr schwierigen Zeiten für die Kunden unseres Gewerks als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.