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Oberberg/Rhein-Berg: Bauern warnen vor giftigem Jakobskreuzkraut

Kreisbauernschaften Oberberg/Rhein.Berg : Bauern warnen eindringlich vor giftigem Jakobskreuzkraut

Es steht am Wegesrand, ist schön anzuschauen und verleitet mitunter, gepflückt zu werden. Dabei sollten vom Jakobskreuzkraut unbedingt die Finger gelassen werden, kann es doch beim Menschen, vor allem aber bei Tieren zur Vergiftung der Leber führen.

Jetzt im Juli steht das Jakobskreuzkraut in voller Blüte. Doch was den gelben Blüten fatalerweise nicht anzusehen ist: „Die Pflanze ist giftig und kann Weidetieren, insbesondere Rindern und Pferden, schnell gefährlich werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisbauernschaften Rheinisch-Bergischer und Oberbergischer Kreis. Aber auch für den Menschen ist die hübsche Pflanze gefährlich. Die Vorsitzenden Peter Lautz und Franz Bellinghausen mahnen auch alle Hückeswagener zur Vorsicht.

In den vergangenen Jahren habe sich das Jakobskreuzkraut stark ausgebreitet. „Insbesondere auf extensiv genutzten Flächen, beispielsweise Pferdeweiden, oder aber auch Böschungen und Wegesrändern tritt es verstärkt auf. Die Samen breiten sich durch den Wind weiter aus“, erläutert Lautz (Rhein-Berg). „Die Gefahr für Tiere ist dabei absolut nicht zu unterschätzen“, betont Bellinghausen (Oberberg). Denn bei einer Aufnahme führe das Kraut zu chronischen Lebervergiftungen. „Zwar meiden die Tiere ältere Pflanzen meistens instinktiv“, versichert er. „Doch wenn das Aufkommen sehr hoch ist oder sich die Pflanzen noch im Rosettenstadium befinden, kann es zur Aufnahme kommen.“

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Ein großes Problem ist zudem, dass das Jakobskreuzkraut nicht nur im frischen Zustand giftig ist, sondern auch, wenn es ins Heu oder in die Silage gerät. Die Pflanze muss deshalb entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, machen die Landwirte deutlich. „Tierhalter sollten ihre Weiden jetzt genau im Blick haben und bei Bedarf schnell reagieren“, rät Lautz. Da die Samenbildung verhindert werden müsse, sei bei starkem Befall die Mahd vor Blühbeginn angezeigt. Einzelpflanzen können per Hand entfernt werden – am besten mit Handschuhen.

(büba)