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Oberberg: Kreis warnt vor illegalem Welpenhandel

Corona-Krise steigert Nachfrage : Warnung vor illegalem Welpenhandel

Die Corona-Krise lässt die Nachfrage nach Hunden steigen. Der Kreis warnt daher vor unseriösen Händlern. Wer sich ein junges Tier anschaffen will, sollte zum Züchter oder ins Tierheim gehen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist vielerorts die Nachfrage nach Hundewelpen und Hunden als neuen Familienmitgliedern deutlich angestiegen. „Ein Hund im Haushalt verändert allerdings den Tagesablauf und die Anschaffung sollte daher gut überlegt und geplant sein“, unterstreicht Iris Trespe, Pressereferentin der Kreisverwaltung. Zudem sieht das Kreisveterinäramt mit Sorge, dass die hohe Nachfrage den illegalen Welpenhandel fördert: „Seriöse Tierschutzvereine und gute Hundezüchter können sich aktuell vor Anfragen kaum retten“, berichtet Iris Trespe. Nicht jeder, der dort einen Welpen erwerben möchte, könne auch einen bekommen. Die hohe Nachfrage an Hunden begünstige daher die Machenschaften illegaler Händler.

Mittlerweile häufen sich die Meldungen aus vielen Bundesländern, dass Kleintransporter aus EU-Nachbarstaaten bei Kontrollen auffallen. In diesen werden häufig zu junge Hundewelpen ohne oder mit falschen Papieren nach Deutschland geschmuggelt. Auch auf Anzeigenportalen wie ebay-Kleinanzeigen mehren sich die Gesuche nach jungen Hunden. Die Ordnungsdezernentin des Kreises, Birgit Hähn, appelliert daher an jeden, der sich einen Hund anschaffen möchten, ganz genau hinzu schauen: „Unterstützen Sie nicht die Machenschaften der illegalen Händler, sondern wenden Sie sich unbedingt an einen seriösen Züchter – auch wenn es auf diese Weise vielleicht länger dauert, bis Sie einen Hund bekommen.“

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Auch Tierheime geben zeitweise Rassehundewelpen ab, gechipt und mit Papieren. Der Chip enthält eine 15-stellige Nummer, die über das Herkunftsland und den Produzenten des Chips informiert, sowie eine Identifikationsnummer des Hundes. Die Papiere geben Auskunft zu Herkunft und Zucht des Hundes nach Vorgaben des Verbands des Deutschen Hundewesens. Iris Trespe: „Ein seriöser Hundeverkäufer informiert über die Herkunft des Tieres.“ Ein Kauf oder die Übergabe sollte zudem nicht am Auto oder im eigenen Zuhause erfolgen, denn so könne das Muttertier nicht in Augenschein genommen werden. Ein ordentlicher Hundeverkäufer zeige jedem Interessenten gerne das Zuhause seiner Hundefamilie, versichert die Pressereferentin. Nur so könne man sicher sein, dass die Welpen aus einer guten Herkunft stammen.

Tiere, die aus Staaten kommen, die im Gegensatz zu Deutschland nicht als als tollwutfrei kommen, müssen übrigens an sofort in eine mehrwöchige Quarantäne.

(büba)