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Oberberg: Junior-Akademie liegt vorerst auf Eis

Jugendprojekt im Oberbergischen Kreis : Junior-Akademie liegt vorerst auf Eis

Das Projekt sollte im Rahmen der Regionale 2022/2025 umgesetzt werden. Stattdessen wollen die Organisatoren im kleinen Rahmen Robotikkurse in Schulen anbieten.

Eigentlich hätte sie im Rahmen der Regionale 2022/2025 eingerichtet werden sollen: die Junior-Akademie im Städtedreieck Radevormwald, Wipperfürth und Hückeswagen. Gegründet werden sollte die Einrichtung vom Verein für Industriegeschichte 3-Städte-Depot mit Sitz an der Peterstraße. Der Plan hat vorgesehen, die Junior-Akademie bis zum Jahr 2024 Realität werden zu lassen.

Damit ist es nun erst einmal vorbei. „Wir haben den Projektantrag zurückgezogen, weil uns das Projekt zumindest im Moment so nicht umsetzbar scheint – es ist zu groß“, sagt der stellvertretende des Depots, Artur Krzyzanowski. Und ergänzt: „Wir wollen das nun erst einmal im kleineren Rahmen mit dem Experimentiercenter fortführen.“ Auch der Vorsitzende Karl-Heinz Vossenbrecher sieht das so. „Wir sind uns alle einig, dass wir jetzt erst einmal kleiner anfangen wollen, es ist einfach sinnvoller.“

Das Projekt sei indes nicht vollständig gestorben, sondern nur erst einmal „auf Eis gelegt“. Denn natürlich sei das Thema, das dahinterstecke – nämlich dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken – auch nach wie vor vorhanden. Unabhängig davon wolle Albrecht Nunn, der seit 2020 nicht mehr im Vorstand des Depots aktiv ist und sich seitdem nur noch um die Junior-Akademie gekümmert hat, weiter an dem Projekt arbeiten.

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Wichtiger sei im Depot aber nun, den Kontakt zur Wirtschaft und dem Handwerk schnellstmöglich zu intensivieren – nicht nur in Hückeswagen, sondern auch in den anderen beiden Städten Radevormwald und Wipperfürth. „Außerdem wollen wir dem Depot eine einheitliche Außendarstellung zusammen mit den Stadtverwaltungen und den Wirtschaftsförderungen geben“, sagt Vossenbrecher. Gezielt wolle man neben der Hückeswagener Wirtschaftsförderin Andrea Poranzke auch die Kolleginnen und Kollegen in den Nachbarstädten ansprechen, betont Krzyzanowski.

„Kleiner anfangen“ heißt auch, die bereits gestarteten Kurse und Workshops – auch zusammen mit den Schulen. „Nach den Sommerferien starten wir mit der ersten Klasse aus der Realschule den Robotikkursus – allerdings im und in Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg im ehemaligen Marienhospital“, sagt Vossenbrecher. Auch der Schmiedekursus, dieser im Depot, solle fortgeführt werden.

Grundsätzlich solle die Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg auch auf diese Weise ausgebaut werden – Berufskollegleiter Gunnar Mühlenstädt ist nicht zuletzt in der jüngsten Jahreshauptversammlung als Bildungsbeauftragter in den Vorstand gewählt worden. „Es ist angedacht, dass Schulklassen des Berufskollegs hier zu uns kommen. Wir haben übrigens gerade eine alte Drehbank aus einem Hückeswagener Keller bekommen – die soll von einer Schulklasse aus dem Berufskolleg wieder aufbereitet werden“, sagt Krzyzanowski.