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Oberberg/Hückeswagen: großer Teil der Infizierten und Toten ungeimpft

Statistik für Oberberg : Großer Teil der Infizierten und Toten ist ungeimpft

Das Kreisgesundheitsamt hat die Corona-Statistik für den Monat Dezember erstellt und auch Fallzahlen für das komplette abgelaufene Jahr ermittelt.

Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, ist für einen Ungeimpften größer als für jemand mit Impfung. Das geht aus der Statistik des Oberbergischen Kreises für 2021 hervor. Von den im November Verstorbenen, die zuvor positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden waren, waren laut Pressemitteilung 80 Prozent ungeimpft. Im Dezember waren vier von zehn Toten nicht geimpft. 14 Prozent hatten eine, 19 Prozent eine zweite und drei Prozent eine dritte Impfung (Booster) erhalten. Bei dem Rest war der Impfstatus unbekannt.

Das Kreisgesundheitsamt hat den individuellen Impfstatus der 3559 Oberberger erfasst, die im Dezember mittels PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. „55 Prozent dieser Fälle hatten keinen Impfschutz“, berichtet der Kreis. Aber das Virus infiziert jedoch auch Geimpfte, so hatten allein 28 Prozent der Infizierten im vorigen Monat zwei Impfungen erhalten und galten damit als vollständig geimpft. 

„Dass in den zurückliegenden Monaten die Anzahl der Personen, die trotz vollständiger Impfung positiv getestet worden sind, lässt sich auch mit der steigenden statistischen Wahrscheinlichkeit erklären“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Anzahl der vollständig Geimpften wachse, gleichzeitig nehme die Anzahl der Personen zu, die trotz Impfung positiv getestet werden. Zudem nimmt die Schutzwirkung der Impfung mit der Zeit ab. „Durch die dritte Impfung, den sogenannten Booster, wird der Impfschutz wieder erhöht.“

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 1,3 Prozent der laborbestätigten Corona-Fälle im Dezember (Durchschnittsalter: 71 Jahre) wurden im Krankenhaus behandelt. Von diesen 46 Patienten waren 27 wegen Covid-19 eingeliefert worden, die übrigen hatten andere Beschwerden und wurden dort dann positiv getestet. 43 Prozent der stationären Patienten waren nicht geimpft.

 Kaija Elvermann, Leiterin des Kreisgesundheitsamts, betont, dass schwere Erkrankungsverläufe in der Regel durch den kompletten Impfschutz mit Boosterimpfung verhindert werden können: „Die Erfahrungen der zurückliegenden Wochen zeigen, dass die intensivpflichtigen und beatmeten Covid-Patientinnen und -Patienten in der Regel nicht geimpft waren.“ Insbesondere bei Menschen mit Vorerkrankungen sei daher die die Drittimpfung sehr wichtig, um die Schutzwirkung der Impfung aufrechtzuerhalten.

2021 starben 215 Oberberger, die zuvor positiv getestet worden waren; ihr Durchschnittsalter lag bei 78 Jahren. „Der Großteil der verstorbenen Personen hatte schwere Vorerkrankungen“, bestätigt der Kreis.