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Oberberg: Förderprogramm „Insektenschutzstreifen“ für die Landwirtschaft

Oberbergischer Kreis : Förderprogramm „Insektenschutzstreifen“ für die Landwirtschaft

Um den Schutz von Insekten und anderen Tierarten auf Wiesen zu verbessern, bietet der Kreis eine neue Förderung an: Landwirte sind aufgerufen, bei jeder Mahdnutzung im Grünland einen mindestens fünf Meter Grasstreifenstehen zu lassen.

Um den Schutz von Insekten und anderen Tierarten auf Wiesen zu verbessern, bietet die Kreisverwaltung im Rahmen des Programms „Klima-Umwelt-Natur Oberberg“ eine neue Förderung an: Landwirte sind aufgerufen, bei jeder Mahdnutzung im Grünland einen mindestens fünf Meter breiten Grasstreifen unbearbeitet stehen zu lassen. „Dadurch werden blühende Nahrungspflanzen gesicher“, erläutert Jessica Schöler von der Pressestelle des Kreises. Gleichzeitig entstehe ein Rückzugsraum für Insekten, die während der Wiesenmahd dorthin ausweichen können.

Pro 100 laufenden Meter eines solchen Streifens erhalten die Landwirte eine einmalige Förderung von 50 Euro. „Auf diese Weise ermöglichen wir es der Landwirtschaft, ganz einfach einen freiwilligen Beitrag zum Naturschutz zu leisten und dafür unbürokratisch eine kleine Anerkennung zu erhalten“, sagt Landrat Jochen Hagt. Einige Betriebe hatten das Verfahren zusammen mit der Biologischen Station Oberberg (BSO) bereits im Vorjahr unentgeltlich erfolgreich getestet. Darunter war auch das Hückeswagener Ehepaar Jochen und Michaela Busch.

Das Projekt entwickelte der Oberbergische Kreis gemeinsam mit Fachleuten aus der Landwirtschaft, des ehrenamtlichen Naturschutzes und der BSO. „Diese Zusammenarbeit ist ein weiteres gelungenes Beispiel dafür, wie gut die Modellregion ,Landwirtschaft und Naturschutz’ funktioniert“, berichtet Planungsdezernent Frank Herhaus, in dessen Bereich das Projekt umgesetzt wird. „Solche Themen können erfolgreich nur in enger Zusammenarbeit umgesetzt werden.“

Die budgetierten Fördermittel werden für Silageflächen und Heuwiesen gleichermaßen gewährt, um in beiden Nutzungsarten die Lebensbedingungen für die Tierwelt zu verbessern. Dabei ist die Fördersumme je Betrieb auf 500 Euro begrenzt, um möglichst vielen Landwirten die Teilnahme zu ermöglichen. Sollte das Angebot gut angenommen werden, wird der Kreis prüfen, ob das Gesamtbudget für die nächsten Jahren aufgestockt werden kann, um viele, über das ganze Kreisgebiet ausgewogen verteilte Insektenschutzstreifen auf Landwirtschaftsflächen fördern zu können.

Das Antragsformular steht auf der Internetseite des Kreises www.obk.de/kuno zum Download bereit. Außerdem ist es beim Amt für Planung, Entwicklung und Mobilität der Kreisverwaltung unter ☏ 02261 886183 erhältlich oder kann per E-Mail an christoph.weitkemper@obk.de angefordert werden.

(büba)