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Oberberg: Christian Berger zieht erste Bilanz als Landtagsabgeordneter

Christian Berger ist der Landtagsabgeordnete für Hückeswagen : „Ländliche Region nicht abhängen“

Als Nachfolger des CDU-Justizministers Peter Biesenbach vertritt der Wipperfürther CDU-Politiker Christian Berger seit Mai Oberberg im Düsseldorfer Landtag.

Herr Berger, Sie sind seit einem knappen Vierteljahr im Landtag – können Sie ein erstes Fazit ziehen?

Berger Mein erstes Fazit ist: Es war die richtige Entscheidung für mich. Wir befinden uns gerade in der parlamentarischen Sommerpause, aber die vergangenen Wochen waren bereits sehr interessant. Wir haben den Koalitionsvertrag unter Dach und Fach gebracht, und die Besetzung der Ausschüsse steht auch im Wesentlichen. Ich konnte mit Michael Haaß einen sehr guten und erfahrenen Büroleiter und wissenschaftlichen Mitarbeiter gewinnen. Zusammen Lisa-Maria Smigaj und Mika Frölich haben wir ein starkes Team in Düsseldorf und im Wahlkreis.

Hatten Sie im Mai mit einem so deutlichen Wahlsieg im Land und im Kreis gerechnet ?

Berger Mit dem deutlichen Wahlergebnis der CDU auf Landesebene habe ich nicht gerechnet. Vor den Wahlen hatte es etliche Prognosen gegeben, die ein nicht so deutliches Bild zeigten. Im Wahlkreis vor Ort (Oberberg-Nord) hatte ich schon mit diesem Ergebnis gerechnet. In der Erststimme waren es am Ende sogar 42,5 Prozent. Die Kolleginnen und Kollegen der CDU, zusammen mit meinem Wahlkampfteam und natürlich mir, waren im Wahlkampf sehr engagiert, jeden Tag unterwegs und ganz nah bei den Menschen im Wahlkreis. Wir haben da schon eine Menge positiver Rückmeldungen bekommen.

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Wann haben Sie nach der Wahl erstmals mit Ihrem Vorgänger Peter Biesenbach aus Hückeswagen gesprochen ?

Berger Den Wahlabend haben wir in der Kreisgeschäftsstelle der CDU in Gummersbach begonnen. Als der Wahlsieg feststand, gab es einige Telefonate – auch mit Peter Biesenbach, der zu der Zeit in Düsseldorf war. Wir sind auch heute noch in Kontakt. Zuerst war aber meine Familie dran. Danach ging es zum offiziellen Teil ins Kreishaus.

Wie war Ihr erster Tag im Landtag in Düsseldorf ?

Berger Das war der Dienstag nach der Wahl. Die erste Fraktionssitzung stand auf der Agenda. Das war schon ein besonderes Gefühl. Der Job als Abgeordneter bedeutet viel Verantwortung und bringt auch einiges an Veränderungen im Privatleben mit sich. Das wird einem spätestens bewusst, wenn man den Ausweis mit der Bezeichnung „Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen“ bekommt. Der nächste Tag war für mich sogar noch spannender, weil es der erste richtige Arbeitstag war – und der erste Tag, an dem ich kein Besucher im Landtag war.

Haben Sie mittlerweile Ihr Büro eingerichtet ?

Berger Ja, das Büro haben wir relativ schnell bekommen. E6A 44 ist meine neue Büro-Heimat in Düsseldorf.

Wo sehen Sie Ihre Aufgaben für die Legislaturperiode ?

Berger Als direktgewählter Abgeordneter habe ich natürlich einen großen Anteil an Aufgaben im Wahlkreis. Die Aufgabe als Vertreter der Bürgerinnen und Bürger, als Mittler für die Kommunen und den Kreis sowie als Repräsentant von Vereinen und Gewerbetreibenden werde ich sehr ernst nehmen. In Düsseldorf werde ich im Haupt- und Finanzausschuss mitarbeiten sowie im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales – mit dem Fokus auf Gesundheit.

Welche Schwerpunkte sehen Sie für die schwarz-grüne Koalition ?

Berger Die Schwerpunkte der gemeinsamen Koalitionsarbeit sind im Zukunftsvertrag festgehalten. Das ist sozusagen der Arbeitsauftrag an uns selbst. Natürlich gibt es aktuelle Situationen, die eine Priorisierung verlangen. Aktuell sind sicherlich alle Fragen rund um das Thema Energie sehr wichtig.

Was möchten Sie für den Oberbergischen Kreis in Düsseldorf erreichen ?

Berger Die ländliche Region darf nicht abgehängt werden. Wir sind Heimat für viele Menschen, Wirtschaftsstandort, landwirtschaftlich geprägt und sicherlich auch ein Naherholungsgebiet. Alle diese Punkte im Gleichgewicht zu halten und die Region dabei auch nach vorne zu bringen, ist eine große Aufgabe – zu deren Bearbeitung ich mich stark einbringen werde.

Haben Sie den Eindruck, wegen dieser Koalition in einem „historischen“ Landtag zu sitzen ?

Berger Nein, habe ich nicht. Es ist eine wichtige Aufgabe, den Willen der Wählerinnen und Wähler ernst zu nehmen und aus dem Wahlergebnis eine arbeitsfähige und erfolgreiche Landesregierung zu bilden. Mit der schwarz-grünen Koalition ist dafür ein gutes Fundament entstanden. Ob es ein historisches Ereignis wird, zeigen wohl erst die Arbeitsergebnisse nach ein paar Jahren.