Nur gemeinsam stark für ein besseres Hückeswagen

Ansichtssache : Zukunftweisendes im Stadtrat, im Island und vorm Schloss

Derzeit werden in Hückeswagen wichtige Weichen gestellt: für die Zukunft der Löwen-Grundschule, der Islandstraße und der Erwachsenen von morgen.

Manchmal hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera, der Stadtrat musste sich jetzt zwischen einem Diamanten und einem Rubin entscheiden – es gibt Schlimmeres. Denn das Konzept für die künftige Löwen-Grundschule im Brunsbachtal ist hochmodern, zukunftsweisend und nur selten zu finden in der Region. Die Mehrheit im Rat wollte jedoch die etwas kleinere Lösung für den Neubau der Löwen-Grundschule im Brunsbachtal, die damit nach ersten Kostenschätzungen um 871.000 Euro günstiger werden wird. Sie begründete das unter anderem damit, dass den Hückeswagenern weitere Erhöhungen bei der Grundsteuer B, als ohnehin schon vorgesehen, erspart werden, und dass die Kinder die höheren Folgekosten nicht tragen sollen.

Kann man so sehen, muss man aber nicht. Denn auch die Argumentation der Unterlegenen (UWG, FaB) waren stimmig. Jetzt richtig zu investieren wäre unter Umständen die bessere Wahl gewesen. Denn sollte in einiger Zeit erkannt werden, dass die 800 Quadratmeter, die nun aus dem Flächenkonzept gestrichen werden, doch fehlen, muss eine neue Lösung her. Und die dürfte deutlich teurer werden als die Summe, die jetzt eingespart wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Ratsmehrheit den richtigen Blick in die Zukunft gehabt hat. Wichtig ist aber vor allem, dass jetzt auf Grundlage des Ratsbeschlusses zügig weitergeplant wird. Sonst wird’s eng mit dem Umzug der Schule Ende 2021.

Ein Hingucker sind die fünf Pflanzpyramiden im Island, die das Stadtmarketing dort zwischen Wilhelmplatz und Weber-Denkmal hat aufstellen lassen. Das wertet die Straße deutlich auf. Doch das alleine kann nicht die letzte Aktion gewesen sein, um das Island und vor allem den Handel dort aufzupeppen. Alle Beteiligten – Verwaltung, Politik, Werbegemeinschaft, Immobilienbesitzer – müssen noch weit mehr folgen lassen, damit es wieder richtig „brummt“ im Island. Die gute Nachricht ist, dass der Vorstand der Stadtmarketings bereits weitere Gespräche mit den Händlern und Hausbesitzern von der Altstadt-Straße angekündigt hat.

STEPHAN BÜLLESBACH. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Hückeswagens erster Klimastreiker ist 17 Jahre alt, Juso und Berufskolleg-Schüler. Noch protestiert Leon Gräbner alleine vorm Schloss für ein Umdenken in der weltweiten Klimapolitik. Doch auch in der Schloss-Stadt könnten – und vor allem: sollten! – es noch weit mehr Kinder und Jugendliche werden, die sich an der Bewegung „Friday For Future“ beteiligen. Mit der Einzelkämpferin Greta Thunbergs hatte es in Schweden europaweit angefangen, Leon Gräbner könnte als Einzelkämpfer jetzt für eine Schülerbewegung in Hückeswagen sorgen.

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