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Nur gemeinsam stark für ein besseres Hückeswagen

Ansichtssache : Rathaus sorgt für viel Spaß – auch über die Stadt hinaus

In den vergangenen Tagen wurde in Hückeswagen viel gelacht – gut so. Schlechte Nachrichten gibt es ohnehin zu viele.

Hückeswagen ist endlich mal wieder in aller Munde. Und das weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus. Das ist ein schönes Zeichen, zumal die beiden „Ereignisse“, die dafür verantwortlich waren, durchaus positiv aufgenommen wurden. Da war zum einen dieser herrlich-schräge April-Scherz mit den Brexit-Flüchtlingen, und in dieser Woche kam die Einlösung der Wettschuld hinzu, als die Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit Plüsch-Hasenohren arbeiten mussten oder durften.

 Diese sympathische Aktionen haben bei vielen für ein Lächeln gesorgt. Beides hat aufgezeigt, dass die Stimmungslage in der Schloss-Stadt aktuell sehr gut ist. Nicht zu vergleichen mit der im gleichen Zeitraum vor einem Jahr, als die Atmosphäre in der Stadt wegen des bevorstehenden Bürgerentscheids zu den Schulen aufgeheizt und teilweise vergiftet war. So wie jetzt – auch wenn es sich um eher harmlose Aktionen handelte – darf die Stimmung in Hückeswagen gerne bleiben. Denn das sorgt nicht nur für gute Stimmung bei allen Menschen, sondern bringt die Stadt vielleicht auch wieder ein Stückchen weiter. Sind doch Spaß und gute Laune eine Basis für Motivation und Kreativität. Diese sind in Hückeswagen zwar durchaus vorhanden, es schadet aber nichts, wenn’s davon noch mehr gibt.

Und noch eine gute Nachricht kam diese Woche aus dem Rathaus: Der Jahresabschluss 2018 fällt deutlich besser aus, als noch im Herbst 2017 bei den ersten Planungen für den Haushalt des darauffolgenden Jahres gedacht. Stadtkämmerin Isabel Bever überbrachte dem Rat die frohe Kunde, dass der städtische Haushalt im vorigen Jahr nicht mit einem Defizit von 3,2 Millionen Euro belastet, sondern dass vielmehr ein Plus von 1,8 Millionen Euro erwirtschaftet wurde. Darin stecken zwar einige Einmaleffekte, wie die Auflösungen der Rückstellungen für Gerichts- und Anwaltskosten für den Prozess um die Zinsderivatgeschäfte („Swaps“). Im Rathaus und seinen weiteren Dienststellen wurde aber auch viel Einsparpotenzial genutzt. Solche strukturellen Veränderungen lassen hoffen, dass sich die Haushaltssituation in den kommenden Jahren nicht ganz so düster zeigen wird, wie sie von der Kämmerei derzeit noch prognostiziert wird. Zumal es in 2018 einen wichtigen Zuwachs beim Eigenkapital gab.

Weniger schön ist dagegen die Nachricht, dass das Deutsche Rote Kreuz in Hückeswagen seinen Verantwortlichen verliert. Sechs Jahre hat Hans-Peter Propach einen tollen ehrenamtlichen Job gemacht, nun zieht er sich in den Ruhestand zurück. Für die eminent wichtige Arbeit des DRK und vor allem für die Koordination der Blutspendetermine in der Stadt braucht es dringend einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. Sonst könnte eine verantwortungsvolle Institution aus dem Alltag der Stadt verschwinden.