Hückeswagen: NRW-Tag: Stadt setzt auf Bever

Hückeswagen : NRW-Tag: Stadt setzt auf Bever

Die Bever-Talsperre wird sehr wohl ins Programm des NRW-Tags 2013 integriert. Das versicherten gestern die Verantwortlichen bei der Stadt. Allerdings wird es keine große Bühne auf dem Wasser geben.

Es wäre traumhaft gewesen: eine Bühne, aufgebaut auf einem Ponton, inmitten der Bever. Auf ihr gibt Herbert Grönemeyer anlässlich des NRW-Tags 2013 ein Konzert vor etlichen tausenden Besuchern am Ufer und auf dem Damm. Soweit die ursprünglichen Träume der Stadt – die keine Chance auf Realisierung haben. Denn aufgrund der Bedenken von allen Sicherheitsbehörden wie Polizei und Kreis sowie den von der Stadt für das Großereignis beauftragten Sicherheitsunternehmen wird die Wasser-Bühne über den Status einer Idee nicht hinaus kommen.

Doch im Gespräch mit der BM stellten Bürgermeister Uwe Ufer und Katja Leidenberger, die bei der Stadt den NRW-Tag koordiniert und plant, gestern klar, dass es vom 7. bis 9. Juni 2013 sehr wohl Aktivitäten an und auf der Talsperre geben wird. Auf dem Treffen der Bever-Anrainer am Samstag hatte Axel Konsen, Geschäftsführer der IG Zeltplätze, verlautbart, dass es laut Stadt keine Aktionen an der Bever geben werde. (die BM berichtete).

Warnung der Sicherheitsbehörden

Die Sicherheitsbehörden sehen ein Großereignis an oder auf der Talsperre sehr kritisch, wie Ufer und Leidenberger betonten. Die Gefahr, dass Menschen ins Wasser stürzten – etwa, weil von hinten die Massen nachschieben – sei zu groß. Zudem bündelte ein Konzert zu viele Kräfte, "und womöglich wäre dann in der Stadt gar nichts mehr los", sagte Ufer.

Sehr wohl soll es in rund 14 Monaten aber Veranstaltungen an der Bever geben. So können und sollen sich dort zum Beispiel ansässige Vereine präsentieren. "Das wären dann zielgruppengerechte Veranstaltungen", sagte Katja Leidenberger. "Und weil diese dann über drei Tage verteilt sind, hätten wir die Situation dort entzerrt", meinte der Bürgermeister.

Dabei war die Talsperre das große Pfund, mit dem die Stadt Ende 2009 bei der Bewerbung um den NRW-Tag gewuchert hatte. Denn ein solches Konzept hatte bislang noch nie ein Ausrichter dieses Großereignisses gehabt. Nach vielen Gesprächen und unter dem Eindruck der Loveparade-Katastrophe von 2010 muss die Stadt die Organisation des NRW-Tags allerdings anders aufbauen, als ursprünglich geplant. Im Vordergrund steht momentan die Sicherheit der Besucher, "und dann müssen wir schauen, welche Orte in der Stadt für Veranstaltungen geeignet sind ", betonte Katja Leidenberger. Erst wenn das alles geklärt ist, kann es an die Programmpunkte gehen. Sie rechnet damit, dass diese frühestens im Herbst festgelegt werden könnten.

"Blaulicht"-Meile wird aufgebaut

Zwei Punkte stehen jedoch bereits fest. So ist die "Blaulicht-Meile", auf der sich Polizei, Feuerwehr, THW & Co. zeigen, fester Bestandteil eines jeden NRW-Tags. Zum anderen soll erstmalig der Landwirtschaft Möglichkeit zur Präsentation gegeben werden.

(RP)