1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Neues Helfernetzwerk für Hückeswagen ist gut gestartet

Corona-Krise in Hückeswagen : Neues Helfernetzwerk für Hückeswagen ist sehr gut gestartet

Ein Flyer informiert über die Hilfsleistungen und Kontakte. Viele Ehrenamtler haben sich schon gemeldet. Die Hilfe soll planvoll und sicher ankommen.

Zusammen mit der Ehrenamtsinitiative „Weitblick“ und einigen Privatinitiativen hat die Stadtverwaltung ein Helfernetzwerk aufgebaut, um gerade ältere oder hilfsbedürftige Menschen jetzt in der Corona-Krise zu unterstützen. Inzwischen hat sie einen Flyer zu diesem Angebot erstellt, der mittlerweile in der Stadt verteilt wurde. „Damit möglichst viele Leute wissen, dass es dieses Angebot gibt“, teilt Monika Winter von der Stadtverwaltung mit, die dieses Angebot zusammen mit Margareta Coenen von „Weitblick“ koordiniert. Besonders ältere Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollten jetzt nicht mehr das Haus verlassen. In vielen Fällen wird die Versorgung durch Familie oder Bekannte organisiert. „Aber wo das nicht möglich ist, gibt es in Hückeswagen viele freiwillige Helfer, die zum Beispiel Einkäufe erledigen, Medikamente in der Apotheke oder Rezepte vom Arzt holen oder Pakete zur Post bringen – natürlich kostenfrei“, berichtet Monika Winter.

Wer Interesse an diesen Hilfeleistungen habe, sollte sich bei der Stadtverwaltung unter  02192 88400 oder per E-Mail an helfen@hueckeswagen.de melden. Die Telefonnummer ist täglich – auch am Wochenende – von 9 bis 16 Uhr erreichbar. „Dort wird unkompliziert eine Hilfeleistung vermittelt“, versichert Monika Winter. Auch weitere Helfer können sich unter dieser Nummer gerne noch melden. Die Helfer werden von der Stadt mit einem Ausweis ausgestattet, „damit jeder weiß, dass hier eine echte Hilfe angeboten wird“, sagt sie. Die Hilfebedürftigen können somit direkt erkennen, dass hier keine Betrüger am Werk sind.

Der Flyer mit den aktuellen Hilfsangeboten in der Stadt. Foto: Stephan Büllesbach

Inzwischen haben sich bereits etwa 20 Ehrenamtler bei der Stadt und „Weitblick“ gemeldet, um Einkäufe oder Botengänge zu machen. Auch über die Facebook-Gruppe „Hückeswagen gemeinsam gegen Corona“ haben viele ihre Hilfe angeboten. „Und täglich werden es mehr“, berichtet Monika Winter. „Wir freuen uns, dass so viele Hückeswagener bereit sind, mitzumachen und zu helfen. Gemeinsam können wir diese schwierige Zeit überstehen.“ Wichtig ist den Organisatoren, dass die Hilfe planvoll und sicher ankommt. Monika Winter: „Wir legen großen Wert darauf, dass es keine direkten persönlichen Kontakte zwischen Helfern und den meist älteren Personen geben wird. Deswegen wechselt möglichst auch kein Bargeld den Besitzer.“ Die Stadt geht bei den Einkäufen in Vorleistung und zieht die Beträge anschließend per Lastschrift ein oder sendet über den Betrag eine Rechnung zu. Die Einkaufshelfer können auf Wunsch auch einen Vorschuss von der Stadt erhalten, damit niemand Geld vorstrecken muss. „So kann der volle Einkaufsbeutel einfach an die Haustür gehängt werden, ohne dass die Gefahr einer Infektion entsteht“, erläutert Monika Winter.

Jeder Helfer bekommt außerdem von der Stadt ein kleines „Starter-Paket“ ausgehändigt, in dem neben dem Ausweis ein Begrüßungs-schreiben des Bürgermeisters und ein Flyer mit Verhaltensregeln ent-halten sind. Außerdem gibt es Einmalhandschule, ein kleines Fläsch-chen mit Desinfektionsmittel (so lange der Vorrat reicht) und einen Mundschutz.

Monika Winter: „Natürlich hatten auch wir erst Schwierigkeiten, noch an Schutzmasken zu kommen. Aber dann haben uns die Flüchtlingsfrauen aus dem Alphabetisierungskursus einen ganzen Stapel genäht.“