Neue Krippenszenen in der Hückeswagener Pfarrkirche

St. Mariä Himmelfahrt: Neue Krippenszenen in der Pfarrkirche

Das Helfer-Team rund um Peter Goldstraß kümmert sich in der katholischen Kirche um den Aufbau der großen Krippenlandschaft. Jede Woche wechselt das Szenenbild, passend zu den Evangelien im aktuellen Lesejahr.

Mit Handfeger und einem Eimer Wasser besprenkelt Annegret Stadie liebevoll die Krippenlandschaft in der katholischen Pfarrkirche. Was wie eine Segnung wirkt, hat einen ganz einfachen und praktischen Grund: „Wir befeuchten das Moos, damit es sich besser anlegt“, erklärt Peter Goldstraß. Pünktlich zum ersten Advent baute am Samstag ein achtköpfiges Team die kunstvoll gestaltete Krippe der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt auf. Jede Woche wird mit unterschiedlichen Figuren, Gebäuden und Hintergrundbildern eine neue biblische Szene dargestellt, die sich auf das Sonntagsevangelium bezieht. Einen halben Tag ist das Krippen-Team mit dieser Aufgabe beschäftigt. Zunächst einmal müssen die Bauteile aus dem Keller der Kirche und des Gemeindehauses geholt werden. Dann wird der stufenförmige Untergrund der etwa 3,5 x 4 Meter großen Konstruktion aufgebaut.

Die Krippe in der Pfarrkirche hat eine lange Tradition: Die ersten Krippenfiguren wurden in den 1950er Jahren von dem Bildhauer Karl Bonner geschnitzt. „Das war der Onkel meiner Frau“, erklärt Peter Goldstraß. Im Laufe der Jahre kamen weitere Figuren wie Schafe, Hunde, Dromedare und auch Gebäude hinzu, die Peter Goldstraß in seiner hauseigenen Werkstatt aus Lindenholz mit viel Liebe zum Detail schnitzt. Die Hückeswagener Künstlerin Birgit Mostert malte auf großen Plakatwänden die Hintergrundbilder. Bevor Peter Goldstraß sich der Kirchen-Krippe angenommen hat, hatte er acht Jahre lang die Krippe des Marienhospitals aufgebaut. „Als das Krankenhaus schloss, kam die Krippe ins Priesterseminar St. Ludgerus nach Bochum“, berichtet er.

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Für den Krippenaufbau in der Pfarrkirche gibt es einen Aufbauplan, je nach dem aktuellen Lesejahr (s. Kasten). Das Szenenbild zum ersten Advent 2018 im Lesejahr C greift das Thema „Jesus spricht zu seinen Jüngern“ auf. Vor einem Wüstenbild ist die Stadtmauer von Jerusalem und eine Tempelwand zu sehen, davor steht Jesus mit seinen Jüngern. Der Boden ist mit Stufen, Sand, Zaunelementen, viel Moos und Ästen von Kiefern bedeckt. „Dazu haben wir die Kiefern in unserem Garten gefällt. Unser eigenes Tannengrün müssen wir jetzt kaufen“, berichtet Goldstraß und lacht. Annegret Stadie sorgt dafür, dass die Figuren immer frisch gewaschene und gebügelte Gewänder tragen. „Das Jesuskind soll ja sauber sein“, fügt sie lachend hinzu. Die Helfer arbeiten Hand in Hand, da die meisten nicht zum ersten Mal beim Aufbau der großen Krippenlandschaft helfen. Nach den Krippenszenen an den vier Adventssonntagen bis zur Geburt Jesus folgen weitere Szenen wie der Weg der Heiligen Drei Könige, Herodes im Palast, die Erscheinung des Herrn, die Flucht nach Ägypten und zum Abschluss eine Szene im Tempel.

Nicht nur für Kirchgänger ist das christliche Gesamtkunstwerk in der katholischen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt ein Hingucker. Es lohnt sich, auch außerhalb der Messen vorbeizuschauen, da es bis zum 2. Februar wöchentlich immer Neues zu entdecken gibt. So lässt sich die Weihnachtsgeschichte nicht nur hören, sondern auch sehen.

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